Vor den letzten beiden Runden am Donnerstag und am Samstag sind in der National League schon diverse Entscheidungen gefallen. So hat sich der Lausanne HC bereits den Quali-Sieg gesichert. Die ZSC Lions (2.), Bern (3.), Zug (4.) und Davos (5.) stehen ebenfalls fix in den Playoffs. Für dieses Quartett geht es nur noch um das Heimrecht in den Viertelfinals (und ev. Halbfinals). Ebenfalls klar ist, dass Ajoie (14.) in die Playouts muss.
Für die übrigen 8 Teams in der 14er-Liga steht hingegen zum Quali-Abschluss noch einiges auf dem Spiel:
Wer holt sich den letzten direkten Playoff-Platz?
Der National-League-Modus sieht vor, dass nach 52 Quali-Spielen nur die Top 6 einen Playoff-Platz auf sicher haben. Für den 6. Rang kommen nach menschlichem Ermessen noch 2 Teams in Frage: Freiburg (6./77 Punkte) und Kloten (7./76).
Die jüngste Formkurve spricht für die Zürcher Unterländer. Sie haben aus den letzten beiden Partien 6 Punkte geholt, während Gottéron bloss einen Zähler gewinnen konnte. Zudem trifft Kloten mit Zug (h) und den ZSC Lions (a) auf Mannschaften, welche die Playoff-Quali bereits im Sack haben.
5 Teams für 3 Play-In-Plätze
Die Teams, die Ende Quali auf den Positionen 7 bis 10 rangiert sind, ermitteln im sogenannten Play-In die beiden letzten Playoff-Viertelfinalisten. Einer dieser Play-In-Plätze wird an Kloten oder Freiburg gehen. Um die verbleibenden 3 Plätze streiten sich 5 Equipen: Die SCL Tigers (8./71), Ambri-Piotta (9./70), Biel (10./69), Genf (11./68) und die Lakers (12./67).
Interessant dabei ist, dass es lediglich zu einem Direktduell kommt. Am Donnerstag gastieren die Tigers beim EHC Biel. Die Emmentaler haben es dabei in den eigenen Händen, die Playoff-Quali zu sichern. Mit 3 Punkten im Seeland können sie am letzten Spieltag nicht mehr auf den 11. Platz zurückfallen. Falls dies nicht gelingt, könnte die Saison am Samstag gegen Schlusslicht Ajoie verlängert werden.
Die Jurassier, für die es an den letzten beiden Spieltagen sportlich um nichts mehr geht, können im Play-In-Kampf das Zünglein an der Waage spielen. Denn schon am Donnerstag treffen sie auf ein involviertes Team (Rapperswil-Jona). Auch Bern (Ambri und Genf) sowie Lugano (Genf und Biel) spielen noch zweimal gegen Play-In-Aspiranten.
Lugano kann nur mit 2 Siegen hoffen
Vor einer eigentlichen «Mission Impossible» steht der HC Lugano. Die Tessiner (13.) liegen 4 Zähler hinter Platz 12 zurück. Die Teams auf den Rängen 11 und 12 nach der Quali verabschieden sich in die Ferien. Um überhaupt Chancen auf einen dieser beiden Plätze zu haben, müssen die «Bianconeri» zwingend ihre beiden Partien gegen Servette und Biel gewinnen.
Selbst das dürfte am Ende aber zu wenig sein. Viel realistischer als die Play-Ins sind für Lugano die Playouts gegen Ajoie. Eventuell entfallen diese aber ohnehin. Denn sollte Visp, der einzige aufstiegsberechtigte Swiss-League-Halbfinalist, in der Best-of-7-Serie an Thurgau scheitern, wären in der National League keine Playouts mehr nötig.