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Auf der Zeichnung sind das schwarz-weisse Gespenst und ein Buch mit ganz vielen Farben zu sehen.
Legende: «Knigi» das kleine Gespenst entdeckt beim Lesen in einem Buch mit weissen Seiten nach und nach eine neue Welt. ZVG

Aargau Solothurn Aus einem Verlags-Logo wird ein Kinderbuch-Schlager

Eigentlich wollte der Aargauer Benjamin Sommerhalder nur ein Logo für seinen Verlag kreieren. Aus dem Gespenst «Knigi» ist nun ein Bilderbuch geworden, das im Diogenes-Verlag erschienen ist. «Knigi» ist auch den Solothurner Literaturtagen dabei, die am Freitag beginnen.

Benjamin Sommerhalter ist Grafiker, Verlagsleiter und nun auch Zeichner und Autor eines Bilderbuches. Eines Bilderbuches, das jetzt im Diogenes-Verlag erschienen ist. Angefangen hat alles mit der Suche nach einem Logo für seinen Verlag, erklärt der Lenzburger: «Das Logo entstand 2004. Es zeigt ein kleines Gespenst namens ‹Knigi›, das ein Buch liest», erklärt er gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

Erfolgreicher «Knigi» an der Leipziger Buchmesse

«Ich merkte damals, dass das Logo mit dem Gespenst den Leuten gefällt», sagt Sommerhalder. So habe er eine Geschichte geschrieben und Bilder gezeichnet, erzählt der gelernte Grafiker. Das Buch fand bei der Leipziger Buchmesse Anklang und gewann auch einen Preis.

Knigi liest in einem Buch.
Legende: Das «Knigi»-Bild war an der Leipziger Buchmesse der Renner. ZVG

Sein Bilderbuch erzählt die Geschichte von «Knigi», einem kleinen Gespenst. Zu seiner Geburtsnacht – Gespenster feiern ja den Geburtstag nicht am Tag – erhält das kleine Gespent von seiner Tante ein Geschenk: Ein Buch, in dem alle Seiten ganz und gar weiss sind. «Knigi» wird neugieirig und erlebt beim Lesen sein blaues Wunder.

Kein Buch nur für Kinder

Nachdem «Knigi» zuerst auf Englisch in Sommerhalders Verlag erschienen ist, kommt das Buch nun auch auf deutsch im Diogenes-Verlag heraus.

«Es ist kein Buch nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Sie kaufen es ja schliesslich für ihre Kinder und werden so ebenfalls damit konfrontiert», erklärt Benjamin Sommerhalder. Wieviele Bücher er bereits verkauft hat, weiss er selber nicht. Er habe einmal die Zahl 5000 gehört, wisse aber nicht, ob das wirklich stimmt. «Und ja, ich bin etwas erstaunt, dass dieses Buch beliebt ist», gibt Sommerhalder zu.

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Ob «Knigi» in Zukunft noch mehr erleben wird, weiss der Autor und Verlagsleiter nicht. «Es würde sich anbieten», meint er mit einem Schmunzeln. Ob er dann auch wieder als Zeichner amten wird, weiss er ebenfalls noch nicht.

Am 30. Mai gibt es eine Lesung mit Benjamin Sommhalder und seinem Buch, anlässlich der Solothurner Literaturtage.

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