Normalerweise gibt es viele negative Reaktionen aus der Bevölkerung, wenn ein Asylzentrum in ein Dorf kommt. In Moosseedorf scheint dies aber nicht der Fall zu sein. Gemeindepräsident Peter Bill ist überzeugt, dass die Akzeptanz der Notunterkunft mit der Informationspolitik der Gemeinde zusammenhängt. «Wir haben die Bevölkerung immer möglichst schnell informiert. Bereits vor zwei Wochen haben wir zudem einen Informationsanlass veranstaltet.»
Und die Bevölkerung hat reagiert. Roland Glauser zum Beispiel bietet drei Mal die Woche zwei Stunden Sport an. «Die zumeist jungen Männer müssen doch irgendwo etwas Dampf ablassen können», ist der 65-jährige Moosseedorfer überzeugt. Mit seinem Freizeitangebot ist er nicht der Einzige. Die Kirche organisiert jede Woche eine Kaffeerunde. Zudem wolle die Bevölkerung Mitte November eine Dorfführung organisieren und Kleider für die Asylbewerber sammeln.