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Bern Freiburg Wallis Uni Bern füllt Hochwasser-Karten mit Menschen und Häusern

Forschende der Universität Bern ergänzen die Naturgefahren-Karten der Kantone. Jetzt ist klar, wie viele Menschen und Häuser in den Gemeinden betroffen sind und wie viel diese Häuser wert sind. In den Kantonen Bern und Wallis gibt es klare Brennpunkte.

Dank der immer wieder aktualisierten Gefahrenkarten wissen Kantone und Gemeinden recht genau, wo Naturgefahren lauern und wo die Behörden mit Schutzbauten oder Bauverboten reagieren müssen. Jetzt aber liefern Forscher des Oeschger-Instituts für Klimaforschung der Universität Bern zusätzliche Fakten. Sie füllen die Gefahrenkarten mit der Anzahl und dem Anteil der betroffenen Menschen und Häuser.

Brennpunkte Wallis, Berner Oberland und Emmental

In der Liste der zehn am meisten von Hochwasser-Risiken betroffenen Gemeinden ist das Wallis allgegenwärtig. Zusammen mit Leissigen am Thunersee. Da sind zwischen 88 und 99 Prozent der Bevölkerung hochwassergefährdet und ähnlich sieht es aus beim Anteil der gefährdeten Gebäude. Da finden sich auch die Emmentaler Gemeinden Rüedtligen-Alchenflüh und Aefligen in der Liste.

«Das Wallis, die Region Interlaken und Burgdorf sind klare Brennpunkte», sagt Veronika Röthlisberger, Expertin für Hochwasser-Risiken an der Uni Bern.

Bei der Anzahl Personen und Gebäude gehören Sion, Biel, Martigny und Burgdorf zu den 10 gefährdetsten Gemeinden der Schweiz. Tausende Gebäude und Zehntausende Menschen sind betroffen. «Anteilmässig ist das Berggebiet mit Wallis und Berner Oberland stark betroffen. Anzahlmässig sind es die grossen Städte», bilanziert Veronika Röthlisberger.

Die Forscher der Uni Bern haben ausgerechnet, dass schweizweit 1,1 Millionen Menschen in Hochwassergebieten leben. Da geht es um 270'000 Häuser mit einem Neuwert von 480 Milliarden Franken.

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