Velofahrerinnen und Velofahrer kennen das Problem: Kaum am Bahnhof angekommen, beginnt die Suche nach einem sicheren und gut zugänglichen Abstellplatz. Der Stadtrat hat die Problematik erkannt und plant deshalb mehr Plätze in der ganzen Innenstadt. Heute existieren 3700 Abstellplätze für Velos. Diese Zahl will der Stadtrat bis 2020 auf 5700 erhöhen.
Veloverkehr verdoppeln - aber wo parkieren?
Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 den Anteil des Fahrrads am gesamten Verkehrsaufkommen von heute zwei Prozent auf vier Prozent zu erhöhen. Um dies zu erreichen, brauche es nicht nur attraktive und sichere Velowege, sondern auch Parkiermöglichkeiten.
Konkret sollen in den nächsten zwei Jahren 850 neue Parkplätze geschaffen werden und 2600 bereits bestehende verbessert. Der Stadtrat beantragt dem Parlament zur Umsetzung dieser Massnahmen 1,63 Millionen Franken. Diese werden aus einer Spezialfinanzierung entnommen, die ausserhalb des Investitionsplafondes abgerechnet wird. Zur Ausführung des Projektes braucht der Stadtrat die Zustimmung des Grossstadtrates. Dieser entscheidet voraussichtlich am 28. Januar über das Konzept.
Post-Tunnel als Option
Mit diesen Massnahmen werden vor allem Parkplätze für diejenigen geschaffen, die mit dem Fahrrad in den Ausgang, zum Einkaufen oder zur Arbeit fahren. Ungelöst bleibt vorderhand die Situation am Bahnhof für diejenigen, die vom Velo auf den Zug umsteigen. Für diese Personen werden weiterhin über 1000 Parkplätze fehlen. Wie dies gelöst werden könnte, ist noch offen.
Eine Möglichkeit wäre die Nutzung des Posttunnels, der unter dem Bahnhof durchführt. Diese Lösung könnte jedoch durch den Tiefbahnhof verunmöglicht werden. Geprüft wird, von Privaten Flächen zu mieten oder ob das geplante Parkhaus Musegg auch von Velofahrern benutzt werden könnte.