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Schweiz Schweizer verschwenden jährlich 2 Millionen Tonnen Lebensmittel

Eine Studie des Bundesamts für Umwelt zeigt: Ein Drittel aller in der Schweiz produzierten Lebensmittel landet auf dem Müll. Dabei wären sie noch geniessbar.

In der Schweiz landen jedes Jahr Unmengen von essbaren Nahrungsmitteln im Abfall. Dies zeigt eine nun veröffentlichte Erhebung des Bundesamts für Umwelt (Bafu), welche 2012 zum vierten Mal durchgeführt wurde.

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Zu viele Nahrungsmittel im Abfall
aus Echo der Zeit vom 28.01.2014. Bild: Keystone
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 36 Sekunden.

Die Stichproben ergaben, dass auf das ganze Jahr gerechnet rund 250'000 Tonnen Nahrungsmittel in den Kehrrichtsäcken der Privathaushalte landen. Das sind über 31 Kilogramm pro Kopf. Ein Sechstel ist dabei noch grösstenteils geniessbar.

Kampf gegen Verschwendung

Berücksichtigt man die Abfälle der Industrie, der Landwirtschaft und der Gastronomie, werden in der Schweiz jährlich über zwei Millionen Tonnen Nahrungsmittel verschwendet.

Einige grosse Player aus der Lebensmittelbranche haben sich zum Ziel gesetzt, diese Menge zu halbieren. Dafür wurde im vergangenen Jahr die Organisation «United Against Waste» gegründet.

Auch der Bund engagiert sich gegen die Verschwendung von Nahrungsmitteln. Der Erfolg ist aber noch nicht sichtbar.

Abfallvolumen hat zugenommen

Die Erhebung des Bafu zeigt: Der Anteil biogener Abfällen zu der neben Nahrungsmitteln auch Rüst- oder Gartenabfälle zählen, hat innerhalb von 20 Jahren von 23 auf 33 Prozent zugenommen.

Der restliche Abfall setzte sich 2012 zu 13,5 Prozent aus Papier, zu 12,8 Prozent aus übrigen Verbundwaren und zu 11 Prozent aus Kunststoffen zusammen. Ein grosser Teil bestand auch aus mineralischen Abfällen, Verpackungen, Karton, Glas und Textilien. Signifikant gesunken ist zwischen den ersten Studien in den Jahren 1992, 1993 und heute nur der Anteil an Papier.

Die Gesamtmenge des Abfalls sank von 260 auf 206 Kilogramm pro Kopf auf insgesamt 1,64 Millionen Tonnen. Ein grosser Teil davon könnte dabei wiederverwertet werden.

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