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Kinder- und Jugendliteratur: Geschichten über den Garten
Ein praktischer, ein geheimnisvoller und ein verzauberter Garten
Im April widmet sich die Kinder- und Jugendliteraturstunde Geschichten über den Garten. Auf dem Stapel liegen ein Ratgeber, ein Bilderbuch und ein Klassiker.
Zugänglich und anregend: «Felix und Lisa in der Natur – Kochen, Werken, Erfahren»
Was haben ein «Himbeer-Täschchen», ein «Veilchen-Eiswürfel» und eine «Maiskolben-Spielfigur» gemeinsam? Alles, was man dafür braucht, stammt aus der Natur – und es ist schnell gemacht. Solche Bastelanleitungen findet man in diesem Buch, neben vielen Kochrezepten mit Zutaten ebenfalls aus Garten und Natur.
«Felix und Lisa in der Natur – Kochen, Werken, Erfahren» ist ein liebevoll gestalteter Ratgeber, mit vielen farbenfrohen und hilfreichen Illustrationen. Ob man noch auf die Unterstützung von den Grossen angewiesen ist oder schon richtig gut allein basteln oder kochen kann – alle finden hier eine Idee.
Buchhinweis: Brigitte Speck, Miriam Hüsler. Felix und Lisa in der Natur – Kochen, Werken, Erfahren. Illustriert von Ursula Koller. 124 Seiten. FONA, 2014. Für Kinder ab 5 Jahren.
Geheimnisvoll und poetisch: «Eine Nacht im Garten»
«Im Garten ist es noch dunkel, Doch da blinkt ein Licht. Ist ein Stern vom Himmel gefallen? Lass uns näher hingehen …». So beginnt dieses Bilderbuch. Es nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine Entdeckungsreise durch einen nächtlichen Garten. Staunend sieht man unter anderem eine Glühwürmchenstadt oder begegnet einem Hirschkäfer, der eine grosse Blütenstaubwolke aufwirbelt.
«Eine Nacht im Garten» ist ein grossformatiges Bilderbuch mit filigranen Zeichnungen. Die Autorin und Illustratorin Anne Crausaz spielt mit dem Licht und lässt den Tieren und Pflanzen viel Raum. Eine wunderbare Gutenachtgeschichte, die zum Ausruhen einlädt.
Buchhinweis: Anne Crausaz. Eine Nacht im Garten. 32 Seiten, Spalentor Verlag, 2023. Für Kinder ab 3 Jahren.
Angestaubt und doch zeitlos: «Der geheime Garten»
England im frühen 20. Jahrhundert. Nachdem sie beide Eltern verloren hat, wird die zehnjährige Mary von Indien auf ein englisches Landgut zu ihrem Onkel gebracht. Mary ist ein verwöhntes Kind, dem aber nie Liebe geschenkt wurde. Auch in ihrem neuen Zuhause ist sie ganz auf sich allein gestellt – bis sie bei ihren einsamen Streifzügen auf einen geheimen, verwunschenen Garten stösst.
Dieser Roman wurde im Jahr 1911 geschrieben – und besonders am Anfang sollten die Beschreibungen von Kolonialherrschaft und wertende Äusserungen mit den jungen Leserinnen und Lesern thematisiert werden. Abgesehen davon spricht die Autorin universelle Themen an, die heute genauso aktuell sind: Einsamkeit und Egoismus, aber auch Empathie, Liebe und Zusammenhalt.
Buchhinweis: Frances Hodgson Burnett. Der geheime Garten. 279 Seiten, Verlag Urachhaus, 2021. Für Kinder ab 8 Jahren.