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Daniel Kosch: «Kirchenaustritte können Warnrufe sein»

Er kennt nicht nur die Finanzen der römisch-katholischen Kirchen der Schweiz: Daniel Kosch verfolgte als Generalsekretär der RKZ 21 Jahre lang die Kirchenpolitik dreier Päpste, beteiligte sich am Synodalen Weg, um Reformen zu ermöglichen, und erlebte einen Höchststand an Kirchenaustritten.

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Nach 21 Jahren geht Daniel Kosch als Generalsekretär der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz in Pension - er war sozusagen deren Finanzchef. In seiner Amtszeit hat er drei Päpste erlebt und damit Stillstand, aber auch Aufbruch, vor allem unter Papst Franziskus. Die Erwartungen an Reformen in der Katholischen Kirche sind gross. Hoffnungen legt Daniel Kosch in den Synodalen Weg, der Deutschland initiiert hat. Schnell wird aber weder der Zölibat wegfallen noch werden Frauen Priesterinnen werden. Wie könnte dies aber je möglich werden? Begleitet hat ihn während seiner ganzen Amtszeit auch die Aufarbeitung der sexueller Gewalt in der Katholischen Kirche und die immer grössere Zahl an Kirchenaustritten. Bieten die Katholischen Kirchen der Schweiz mit ihrer jetzigen Organisation einen besseren Schutz vor Missbrauch? Und weshalb ist Daniel Kosch trotz vieler Widersprüchen überzeugt von der katholischen Kirche? Im letzten «Tagesgespräch» vor Weihnachten ist Daniel Kosch zu Gast bei Karoline Arn.

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