Manche Bücher sind einfach zu schön fürs Regal. Dazu gehören auch die 19 Publikationen, die das Bundesamt für Kultur (BAK) nun im Wettbewerb «Die schönsten Schweizer Bücher» ausgezeichnet hat. Mit dieser Auszeichnung werden jedes Jahr hervorragende Leistungen im Bereich der Buchgestaltung und ‑produktion gewürdigt.
Die Aufmerksamkeit richtet die fünfköpfige Jury unter dem Vorsitz des Grafikers Gilles Gavillet insbesondere auf Werke, die zeitgenössische Tendenzen zum Ausdruck bringen.
Was genau ist ein «Schweizer Buch»?
Als Schweizer Buch gilt ein Produkt, wenn es mindestens eines der folgenden drei Kriterien erfüllt: Das Buch wurde von einer Schweizer Gestalterin oder einem Schweizer Gestalter entworfen, der Verlag hat seinen Hauptsitz in der Schweiz, oder die Druckerei hat ihren Hauptsitz in der Schweiz.
Die Top 10:
Die «Schönsten Schweizer Bücher»
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Bild 1 von 10. Platz 1: «Chaque Mercredi Caracas». Designer: Huber/Sterzinger, Zürich with Noha Mokhtar, New York (USA). Bildquelle: Edition Hors-Sujet, Zürich.
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Bild 2 von 10. Platz 2: «Building a new New World». Designer: Huber/Sterzinger with Sara Arzu Hardegger, Zürich . Bildquelle: Canadian Centre for Architecture, Montreal (CA).
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Bild 3 von 10. Platz 3: «Corinne». Designer: Chris Eggli, Zürich, in collaboration with Vieceli & Cremers, Zürich. Bildquelle: everyedition, Zürich.
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Bild 4 von 10. Platz 4: «Data Centers. Edges of a Wired Nation». Designer: Hubertus Design – Kerstin Landis, Jonas Voegeli, Zürich. Bildquelle: Lars Müller Publishers, Baden.
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Bild 5 von 10. Platz 5: «Dimension of Two». Designer: NORM – Dimitri Bruni, Manuel Krebs, Ludovic Varone, Zürich. Bildquelle: Norm, Zürich.
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Bild 6 von 10. Platz 6: «Elisabeth Wild. Fantasías». Designer: Julia Born, Zürich . Bildquelle: Sternberg Press, Berlin (DE).
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Bild 7 von 10. Platz 7: «Enzo Mari curated by Hans Ulrich Obrist with Francesca». Designer: NORM, Zürich. Bildquelle: Electa S.p.A., Milano (IT).
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Bild 8 von 10. Platz 8: «GIGER SORAYAMA». Designer: Samuel Bänziger, Rosario Florio, Larissa Kasper, St. Gallen . Bildquelle: Kaleidoscope, Milano (IT).
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Bild 9 von 10. Platz 9: «Lo Jura di duemoenne. Patoises lattres, 1896–1914». Designer: Dimitri Jeannottat, Biel/Bienne. Bildquelle: Société jurassienne d’émulation, Porrentruy.
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Bild 10 von 10. Platz 10: «Matthew Lutz-Kinoy, Natsuko Uchino. Keramikos». Designer: NORM, Zürich. Bildquelle: Electa S.p.A., Milano (IT).
Ausserdem wurde der Jan-Tschichold-Preis verliehen. Diese Auszeichnung würdigt hervorragende Leistungen im Bereich der Buchgestaltung mit 25'000 Franken und geht in diesem Jahr an Krispin Heé.
«Visuell vielfältig und präzis»
Die 42-jährige selbständige Grafikerin ist in Zürich und Berlin tätig. Ihre Bücher wurden schon mehrfach als «schönste Schweizer Bücher» ausgezeichnet. «Ihre Bücher stehen für eine Buchgestaltung, die visuell sehr vielfältig und in der Umsetzung immer präzis ist», so die Jury.
Ausserdem war Krispin Heé zweimal Finalistin im Schweizer Designwettbewerb und hat unter anderem auch den Swiss Print Award und 2020 den Walter-Tiemann-Preis in Leipzig gewonnen.