60 Jahre «Tagesschau»: Die Signete
-
Bild 1 von 11. Am 29. August 1953 flimmert erstmals die Tagesschau über den Bildschirm. Das Signet ist schlicht, die Sendung kurz. Sie besteht aus zwei Beiträgen – zur Eröffnung des Zürcher Flughafens und zur Rad-WM in Zürich. Ein Moderator ist damals noch nicht zu sehen. Bildquelle: SRF (1953).
-
Bild 2 von 11. In den Anfängen wird die Tagesschau nur auf Deutsch und Französisch ausgestrahlt. Ab 1958 werden auch die Tessiner und Italienisch sprechende Bevölkerung berücksichtigt. Das Signet wird dementsprechend angepasst. Bildquelle: SRF (1958).
-
Bild 3 von 11. 1960 erscheint die Tagesschau mit neuem Signet – erstmals mit Weltkugel, die bis heute ihr Markenzeichen geblieben ist. Ein Symbol dafür, dass Nachrichten aus aller Welt kommen. Bildquelle: SRF (1960).
-
Bild 4 von 11. 1973 kommt erstmals Farbe ins Spiel. Das Signet zeigt die Erde, fotografiert aus einem Apollo-Raumschiff. Bildquelle: SRF (1973).
-
Bild 5 von 11. Neue Zeiten, neues Gewand zu Beginn der 80er Jahre: Das Signet passt sich der Epoche an und gleicht einem Computerspiel. Die Tagesschau erscheint auch erstmals um 19.30 Uhr (davor 20 Uhr) – das ist bis heute geblieben. Bildquelle: SRF (1980).
-
Bild 6 von 11. Fünf Jahre später wird das Kleid erneut gewechselt. Man möchte direkter, unmittelbarer und lebendiger sein. Bildquelle: SRF (1985).
-
Bild 7 von 11. Ab 1990 wechselt das Signet in immer kürzeren Abständen. Mit der ersten neu gekleideten Sendung vom 20. August 1990 soll die Tagesschau laut damaligen Chefredaktor schneller und «übersichtlicher sein». Bildquelle: SRF (1990).
-
Bild 8 von 11. Zwei Jahre später, 1992, erscheint das Signet erneut in geänderter Form. Es wirkt moderner. Bildquelle: SRF (1992).
-
Bild 9 von 11. Das neue Signet entwickeln die Designer von Dunning Penney Jones mit Sitz in London. Im Dezember 2005 ist es erstmals zu sehen. 2012 ist wieder Schluss mit Blau, Rot und Gelb. Bildquelle: SRF (2005).
-
Bild 10 von 11. SRF gibt den Newsformaten, und damit auch der Tagesschau, im Februar 2012 ein neues Gewand. Sämtliche Newssendungen basieren fortan auf demselben Gestaltungskonzept. Bildquelle: SRF (2012).
-
Bild 11 von 11. Im Dezember desselben Jahres wird aus SF neu SRF, um die Konvergenz von Radio und Fernsehen auch formal umzusetzen. Schon 2011 sind die Unternehmen Schweizer Radio DRS und Schweizer Fernsehen zusammengeführt worden. Bildquelle: SRF (Ende 2012).
Die Weltkugel als einfaches Symbol, um zu vermitteln, dass jetzt Nachrichten aus aller Welt kommen – sie bleibt bis heute ein wichtiger Bestandteil im Erscheinungsbild der Tagesschau. In den Anfangsjahren unterstreicht zudem ein laut hörbarer Gong in fast schon dramatischer Form den Beginn der Sendung.
Ansonsten sind die Stilmittel in den ersten Jahren bescheiden. Die Tagesschau, die gleichzeitig in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch über den Sender geht, ähnelt noch stark der alten Filmwochenschau. Im Zentrum stehen die Filmberichte. Die Texte werden von einem unsichtbaren Sprecher verlesen. Graphische Elemente oder Karten bleiben die Ausnahme.
Von Mode und Zeitgeist geprägt
Einen ersten radikalen Bruch markiert der Beginn des Farbfernseh-Zeitalters 1973. Kennzeichen der farbigen Tagesschau ist ein neues Signet, das die aus einem amerikanischen Apollo-Raumschiff heraus fotografierte Erde zeigt.
Auch das Erscheinungsbild der 1980er-Jahre passt in die Zeitepoche: Das Signet gleicht einem Computerspiel und wird von einer typischen 80er-Synthie-Pop-Melodie untermalt. Neu wird aus den Redaktionsräumen gesendet.
Für Peter Brönnimann, Werber des Jahres 2013, fällt das Kleid jener Jahre klar aus dem Rahmen: «Man hat sich sehr an den grossen amerikanischen Newsnetworks wie zum Beispiel CNN orientiert. Aber die Umsetzung wirkte etwas bieder. Man hat das Gefühl, die Leute, die hinter dem Moderator sitzen, tun nur so als würden sie arbeiten.»
Eigenständig schweizerisch
Ab den 1990er-Jahren wechselt das Layout in immer kürzeren Abständen. Dank neuen technischen Möglichkeiten wie Grafiken, Duplexfenstern und Kamerafahrten gewinnt die Sendung an Dynamik.
Für den heutigen Auftritt im eleganten Newsstudio mit Holztisch findet Peter Brönnimann nur lobende Worte: «Grossartig. Im Gegensatz zu den Newsformaten aus dem Ausland, die fast ausschliesslich aus einem blauen Dekor senden, wirkt die SRF-Tagesschau sehr eigenständig, ja schweizerisch auf mich. Das Design ist modern und steht für Glaubwürdigkeit.»
Eine Prognose, wie die Tagesschau in Zukunft daherkommt, kann Brönnimann nicht stellen. Sicher ist nur, der stetige Wandel im Auftritt wird weitergehen.