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Bild 1 von 6. Pierre Harb ist als Solothurner Kantonsarchäologe Herausgeber des neuen Buchs über die Solothurner Ur-Geschichte. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 6. Speziell am Buch «Fundort» sind die eigens angefertigten Illustrationen. Diese Zeichnung zeigt zum Beispiel, wie ein Zeltlager ausgesehen haben könnte, wie es Jäger und Sammler der Altsteinzeit etwa am Inkwilersee aufgeschlagen hatten. Bildquelle: Illustration: Benoît Clarys.
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Bild 3 von 6. Ausgehend von den wichtigsten Funden und Fundorten wird die älteste Geschichte des Kantons Solothurn erzählt. Diese vergoldete Gewandnadel gehörte einer Romanin. Gefunden wurde das Stück in Grenchen. Bildquelle: Jürg Stauffer.
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Bild 4 von 6. Hier wurden Spuren gefunden der ältesten Häuser des Kantons. Sie sind rund 6000 Jahre alt, gefunden wurden sie im Jahr 2002 auf einer Baustelle in Dornach im Schwarzbubenland. Bildquelle: Kantonsarchäologie.
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Bild 5 von 6. Feuersteinknollen aus dem jungsteinzeitlichen Bergwerk im «Chalchofen» bei Olten. Bildquelle: Claudia Leuenberger.
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Bild 6 von 6. Rund 15'000 Jahre alte Nähnadeln aus Knochen, gefunden in der Rislisberghöhle bei Oensingen. Bildquelle: Jürg Stauffer.
Kantonsarchäologe Pierre Harb freut sich: 160 Personen kamen am Dienstagabend an die Vernissage des Buchs «Fundort. Archäologie im Kanton Solothurn». «Mehr wäre kaum gegangen», meint der Herausgeber des Werks.
Das Buch erzählt in sechs Kapiteln die Solothurner Ur-Geschichte von den Neandertalern bis zum frühen Mittelalter, und zeigt Funde: Eine Halskette mit Bernsteinperlen, vermutlich ursprünglich von einem Händler aus der Ostsee in die Region gebracht, gefunden in Seewen. Oder: Die Überreste eines sogenannten Skramasax, eines einschneidigen, kurzen Schwerts aus dem Frühmittelalter, gefunden in Grenchen.
Grimmige Krieger, vornehme Römerinnen
Das Buch will die Geschichten der Menschen in ihrer jeweiligen Zeit erzählen. Und wie waren sie denn so, die alten Solothurner? «Es waren Menschen wie wir heute auch. Einfach anders angezogen. Sie haben gelacht und geweint und gestritten, alles wie wir auch, einfach in einer anderen Umgebung», sagt Pierre Harb im Gespräch mit Radio SRF.
Das Buch lebt insbesondere von 400 Fotografien und Illustrationen. Sie lassen erahnen, wie es im Kanton Solothurn in den verschiedenen Epochen ausgesehen hat. So findet sich das Bild eines grimmig dreinblickenden alemannischen Kriegers mit Lanze und Schild.
Oder die Illustration einer Dame, welche Mode des 7. Jahrhunderts trägt: Einen breiten Gürtel, eine schwere, verzierte Gürtelschnalle und einen Umhang mit Rock. Dazu gehört natürlich auch Schmuck, wie beispielsweise Ohrringe.
Ein Buch für alle
Gerade die vielen Bilder machen, zusammen mit dem gut verständlichen Text, «Fundort» zu einem populärwissenschaftlichen Buch. Es richtet sich nicht nur an Wissenschaftler, sondern «an alle, die an der Heimatgeschichte, an Geschichte im Allgemeinen, interessiert sind», sagt Kantonsarchäologe Harb.