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Bild 1 von 7. Das Areal der Brauerei Müllerbräu ist heute schon sehr dicht bebaut. In Zukunft wird es noch dichter sein, aber nicht mehr mit Lager und Abfüllanlage, sondern mit Biergarten, Biergasse und Wohnungen. Bildquelle: SRF/Stefan Ulrich.
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Bild 2 von 7. So soll das Müllerbäu-Areal in Zukunft aussehen. Das markante Hochhaus steht dort, wo sich heute die Abfüllanlage befindet. Vor diesem Bau steht die eigentliche Bierbrauerei, die so bleibt wie heute. Im hinteren Teil des Areals wird der bestehende Biergarten umbaut mit einer Bierhalle. An den Eckpunkten des Areals entstehen drei höhere Wohnbauten. Bildquelle: SRF/Stefan Ulrich.
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Bild 3 von 7. Im Vergleich zu den Giganten der Branche ist Müllerbräu ein kleiner Bierproduzent. Die Geschäftsleitung betont - wohl auch aus Marketinggründen - Müllerbräu sei kein industrielles Produkt, es stecke «Handwerk» dahinter. Bildquelle: SRF/Stefan Ulrich.
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Bild 4 von 7. Victor Jaecklin (VR-Präsident Müllerbräu AG) und Felix Meier (Geschäftsführer) freuen sich darüber, dass der Gestaltungsplan für das Müllerbräu-Areal nun öffentlich aufliegt. Bildquelle: SRF/Stefan Ulrich.
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Bild 5 von 7. Detail aus dem Sudhaus der Brauerei Müllerbräu in Baden. Bildquelle: SRF/Stefan Ulrich.
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Bild 6 von 7. Ein Braukessel im Sudhaus der Brauerei. Müllerbräu produziert 40'000 Hektoliter Bier pro Jahr. Bildquelle: SRF/Stefan Ulrich.
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Bild 7 von 7. Bier zu brauen ist ein komplizierter Prozess mit vielen verschiedenen Arbeitsgängen. Der Gerstensaft geht verschlungene Wege durch verschiedene Anlagen. Bildquelle: SRF/Stefan Ulrich.
Es ist eng geworden auf dem Areal der Brauerei Müllerbräu gleich hinter dem Bahnhof von Baden. Über 50 Lastwagen fahren jeden Tag zu und weg. Es gibt nur eine Zufahrtsstrasse und diese ist überlastet. Manchmal stauen sich die Fahrzeuge; das ist gefährlich für die anderen Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Fussgänger.
Als Müllerbräu vor über 120 Jahren die Produktion aufnahm,befand sich die Firma noch auf der grünen Wiese. Inzwischen ist die Stadt rund um das Gelände herum gewachsen. Grosse Wohnbauten sind rund um die Brauerei entstanden.
Logistik ausserhalb, Genuss innerhalb der Stadt
Auch die Firma selber ist grösser geworden. Neben der eigentlichen Brauerei gibt es heute auf dem Firmenareal eine Getränkehandlung, ein Lager und eine Abfüllanlage. Seit ein paar Jahren ist im Sommer eine Ecke des Geländes offen als Biergarten.
Seit längerer Zeit plant Müllerbräu den Befreiungsschlag: Administration, Vertrieb und Logistik werden ausgelagert nach Lupfig in einen Neubau. In Baden bleibt die Brauerei. Diese wird ergänzt durch eine Bierhalle. Und auf dem Gelände sollen auch rund 140 Wohnungen entstehen. «Brauen, Wohnen, Geniessen» nennt Müllerbräu dieses Konzept.
«Jetzt sind wir ein geschlossenes Areal. Nachher ist es offen», sagt Müllerbräu-Geschäftsführer Felix Meier. «Durch die Brauereigasse kommt man an Läden vorbei und an der Bierhalle. Bier, Genuss und das Gesellschaftliche wird man viel stärker spüren als heute.»
Bier, Genuss und das Gesellschaftliche wird man viel stärker spüren als heute.
Müllerbräu stellte am Donnerstagabend den Gestaltungsplan für das Areal der Öffentlichkeit vor. Dieser liegt 30 Tage auf. Wenn er rechtskräftig ist, können die Baugesuche für die Wohnbauten und die Bierhalle eingereicht werden.
Aufwertung für die Stadt
Die von SRF befragten Anwohner reagierten auf die Pläne mit Zustimmung. «Es ist eine gute Sache. Das Areal ist nicht gut genutzt bis jetzt. Es wird eine Aufwertung sein für das Quartier», so ein Besucher der Infoveranstaltung. Ein weiterer Anwohner ergänzt: «Man muss etwas machen mit dem Areal. Der Biergarten ist die Hälfte des Jahres geschlossen. Mit einer Bierhalle, die das ganze Jahr geöffnet ist, wird das Areal aufgewertet.»
Und eine weitere Anwohnerin trägt sich mit dem Gedanken, gleich eine der neuen Wohnungen zu mieten: «Es hat Luft, es wird grün sein. Eines der Häuser wird recht hoch sein. Dort hätte ich dann Sonne und Aussicht.»