Zu diesen «inneren Werten» zählen sie die Möglichkeit, dass mit ihrem Projekt der Spitalgarten zu einem neuen Stadtpark aufgewertet werden kann. «Verglichen mit allen Konkurrenten konnten wir am meisten Grün generieren», sagt Lorenzo Giuliani im Gespräch mit dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.
Wie durch eine italienische Passage soll man in Zukunft durch den Haupteingang zum Spitalgarten gehen können. «Das Spital als öffentlicher Raum», erklärt Christian Hönger.
Turm nicht dominant
Vehement verteidigen die beiden Architekten ihre Lösung, den grossen Raumbedarf des Spitals mit einem 60 Meter hohen Turm zu lösen. Bewusst sprechen sie von einem «Turm» und nicht von einem «Hochhaus». Lorenzo Giuliani: «Hochhäuser können in einem landschaftsräumlichen Aspekt dominant wirken. Unser Turm hingegen wird in der Nachbarschaft zwar wahrnehmbar sein, aber nie eine Dominanz einnehmen».
Giuliani/Hönger nehmen die Kritik an ihrem Projekt wahr, bedauern allerdings, dass wichtige Elemente ihres Projektes bis jetzt zu wenig gewürdigt würden. Die «Nebengeräusche» seien unangenehm, aber die Freude am Projekt weiterarbeiten zu können überwiege.
Kritiker: Zu dominant - zu nah an der Altstadt
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Kritik am Projekt der beiden Architekten gab es kurz nach Bekanntgabe des Siegerprojekts Ende Mai dieses Jahres unter anderem vom Basler Architekten Jacques Herzog. Dieser bezeichnete das Projekt als «technokratisch und städtebaulich höchst problematisch». «Für so etwas würde ich mich schämen», sagte Herzog. Unter Beschuss geriet der geplante Neubau auch vom Präsident des Basler Heimatschutzes, Robert Schiess. Das Hochhaus sei zu nah an der historisch wertvollen Altstadt und städtebaulich eine Schande.