Daniel Darioli und Simon Betschart arbeiten bei der Post im Marketing. Zweimal die Woche verbringen sie die Mittagszeit nicht in der Kantine im Post-Hauptsitz in Bern, sondern sie schlüpfen in die Joggingschuhe und drehen eine Runde. Bei der Post eine Selbstverständlichkeit. Die Post fördert solche Trainings unter anderem mit Workshops. Sie übernimmt auch das Startgeld für diverse Läufe, so auch für den GP. «Das ist eine zusätzliche Motivation», meint Simon Betschart.
684 Post-Mitarbeiter haben sich für diesen Grand-Prix angemeldet – so viele wie noch nie. Das fördere das Zusammengehörigkeitsgefühlt, mein Daniel Darioli. «Wir haben eine gesunde Wettkampfmentalität.» Gemäss Martina Zuber, Chefin der Revisionsstelle bei der Post, rechnet sich das Engagement für die Post: «Uns ist die Gesundheit unserer Mitarbeiter sehr wichtig.» Denn sie arbeiten mehr und müssten weniger zu Hause bleiben.
Firmen wollen dabei sein
Bei der GP-Geschäftsstelle häufen sich die Anfragen von Firmen, die ihre Mitarbeiter freiwillig an den GP schicken wollen. «Die Firmen können so einfach etwas zur Gesundheitsförderung beitragen», sagt Geschäftsführerin Beatrice Fuchs gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.
Grand-Prix
Die Post und andere Firmen unterstützen den Lauf im Rahmen eines Sponsorenvertrags. Der GP erhält so Geld und auch Läufer zugesichert. Gegengeschäfte gäbe es aber keine, die Firmen seien nicht verpflichtet, eine bestimmte Anzahl Läufer zu stellen. Auch wenn immer mehr Firmen mit eigenen Rennteams dabei sind, der GP bleibe ein Volkslauf und sei kein Firmenanlass. «Es machen so viele Einzelpersonen mit, dass wir noch weit davon entfernt sind», so Beatrice Fuchs.
Dieses Jahr ist für den Grand-Prix von Bern einmal mehr ein Rekordjahr. Für die 33. Austragung vom 10. Mai 2014 haben sich 31'872 Läuferinnen und Läufer angemeldet: Zehnmal mehr als bei der Premiere 1982. Somit verzeichnet der GP zum sechsten Mal in Folge eine Rekordbeteiligung.
Der Grand-Prix von Bern hatte im Vorfeld der diesjährigen Ausgabe jedoch ein Durcheinander: Aufgrund einer fehlerhaften Datenverarbeitung wurden beim Aufdruck der Adresse teilweise willkürlich generierte Startnummern auf die Programmhefte aufgedruckt.
Weitere Informationen
Der GP hatte aus Angst vor einem Chaos den Teilnehmenden nun ein zweites, korrekt bedrucktes Programmheft zugeschickt. «Ärgerlich», hiess es beim GP zu diesem Vorfall. Der reibungslose Ablauf am Samstag sei jedoch gewährleistet.