1818 beschloss die Tagsatzung, in Thun eine eidgenössische Zentral-Militärschule zu gründen. Thun stach damals Bern, Zürich, Luzern und Lenzburg aus.
So sah der Waffenplatz früher aus
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Bild 1 von 6. In den Hallen ist heute die Panzer-Ausbildung untergebracht. Bildquelle: ZVG/Stiftung HAM.
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Bild 2 von 6. Oberst Rilliet de Constant führte 1842 das Übungslager in Thun durch. Bildquelle: ZVG/Stiftung HAM.
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Bild 3 von 6. Der Flugplatz Thun im Jahr 1915. Bildquelle: ZVG/Stiftung HAM.
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Bild 4 von 6. Die Motorisierung macht auch vor der Armee nicht Halt. Der Armeemotorfahrzeugpark im Jahr 1921. Bildquelle: ZVG/Stiftung HAM.
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Bild 5 von 6. Das Pferd war das zentrale Zug-, Trag- und Transport-Tier der Armee. In den Jahren 1890/91 wurde die Pferderegie gebaut. Bildquelle: ZVG/Stiftung HAM.
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Bild 6 von 6. Die Zelte des Übungslagers im Jahr 1842. Bildquelle: ZVG/Schlossmuseum Thun.
Mit der weitläufigen Allmend verfügte Thun über einen idealen Ausbildungsplatz und punktete mit der zentralen Lage in der Schweiz. Am 1. August 1819 wurde die Zentral-Militärschule eröffnet.
Auch nach 200 Jahren noch wichtig
«In Thun war ich im Militär», können tausende Männer und Frauen von sich sagen, die Militärdienst geleistet haben. Der Thuner Waffenplatz ist damals wie heute einer der zentralen Ausbildungsstandorte der Schweizer Armee.
Der Waffenplatz Thun heute
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Bild 1 von 7. Die Panzerausbildung hat auf dem Waffenplatz Thun einen wichtigen Stellenwert. Bildquelle: Sonja Mühlemann / SRF.
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Bild 2 von 7. Die Armee will in den nächsten Jahren am Standort Thun rund 84 Millionen Franken investieren. Bildquelle: Sonja Mühlemann / SRF.
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Bild 3 von 7. Kommandant Hans Jörg Diener leitet den Waffenplatz Thun seit drei Jahren. Bildquelle: Sonja Mühlemann / SRF.
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Bild 4 von 7. Die Panzer aller Generationen werden auf dem Waffenplatz erhalten. Bildquelle: Sonja Mühlemann / SRF.
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Bild 5 von 7. Anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums des Waffenplatzes werden Schützenpanzer der Öffentlichkeit gezeigt. Bildquelle: Sonja Mühlemann / SRF.
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Bild 6 von 7. Die Panzer dürfen besichtigt werden, jedoch dürfen die Besucher nicht in sie reinklettern. Bildquelle: Sonja Mühlemann / SRF.
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Bild 7 von 7. Die frisch renovierten Schlafsäle der Rekruten versprühen den Charme einer modernen Jugendherberge. Bildquelle: Sonja Mühlemann / SRF.
Hier werden beispielsweise Panzersappeure im Brückenbau ausgebildet. In den vergangenen Jahren ist die Ausbildung digitaler geworden. Zusätzlich zu den Panzerpisten und Schiessplätzen draussen wird an Fahr- und Schiesssimulatoren geübt. «Diese zählen zu den modernsten Anlagen in Europa», sagt Waffenplatzkommandant Hans Jörg Diener.
Der Waffenplatz Thun soll auch in Zukunft ein moderner Ausbildungsort für die Armee bleiben: Der Bund investiert in den nächsten Jahren rund 84 Millionen Franken in drei neue Ausbildungshallen.
Der Armee ist es wohl in Thun
Fast 3000 Leute haben Dank des Waffenplatzes eine Anstellung gefunden, viele arbeiten für regionale Unternehmen, die für die Armee tätig sind. Dadurch ist der Armeestandort Thun zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Stadt geworden.
Thun und die Armee: Das gehört seit 200 Jahren zusammen. «Die Stadt und der Waffenplatz sind zusammen über die Jahrhunderte gewachsen», sagt Waffenplatzkommandant Hans Jörg Diener. Die Armee und die Bevölkerung pflegten ein harmonisches Mit- und Nebeneinander.
Und wie sehen die Thunerinnen und Thuner die Beziehung zur Armee? Auch der Bevölkerung scheint es wohl zu sein mit dem Image einer Garnisonsstadt. «Die Rekruten sind oft in den Beizen zu sehen und bringen Geld», sagt ein älterer Mann in der Thuner Innenstadt. Und eine Passantin doppelt nach: «Der Waffenplatz ist positiv für Thun. Gerade bei Hochwasser ist man froh um ihre Hilfe.»