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Geschichte, Geografie Swissair-Story

Die Swissair war ein Stückchen Schweiz in der Luft. 70 Jahre lang diente die Fluggesellschaft als Projektionsfläche für Schweizer Werte. Doch eine verhängnisvolle Unternehmensstrategie, sowie die Krisen der Luftfahrt, führen am 2. Oktober 2001 zum sogenannten «Grounding».

Nelly Diener betritt 1934 als erste Hostess im Dienste einer europäischen Fluggesellschaft ein Flugzeug. 1947 tritt die Swissair unter grosser Aufmerksamkeit der Bevölkerung den ersten Flug nach Nordamerika an. Damals ist die Welt der Schweizer Luftfahrt noch in Ordnung.

Jahrzehntelang wirbt die Fluggesellschaft mit klassischen Schweizer Werten wie Zuverlässigkeit, Qualität und Gastfreundschaft – und wird so zum Identifikationsobjekt.

Die «fliegende Bank» stürzt ab

Lange wurde die Swissair aufgrund der hohen Reserven und gesunden Kapitalstruktur als «fliegende Bank» bezeichnet. 1992 bringt die Ablehnung der EWR-Verträge durch das Schweizer Stimmvolk dem Unternehmen erhebliche Nachteile. Der als Reaktion erfolgte Zukauf von Fluggesellschaften mit der sogenannten «Hunter-Strategie» führt 2001 zum Zusammenbruch der Swissair.

Mit vorangetrieben wurde dieser Konkurs durch die allgemeine Krise der Luftfahrt aufgrund von Überkapazitäten und den Terroranschlag vom 11. September. Der 2. Oktober 2001 markiert mit dem sogenannten «Grounding» den Höhepunkt der Krise: Mangels Liquidität müssen sämtliche Flüge annulliert und alle Flugzeuge stillgelegt werden. Ein beispielloser Schock für die Schweiz.

Ein kostspieliger Neustart

Dank Finanzspritzen in der Höhe von über vier Milliarden Franken durch die öffentliche Hand, von Privaten, Wirtschaft und Banken, entsteht aus der Regionalfluggesellschaft Crossair eine Nachfolgegesellschaft, die zum Teil Flotte und Landerechte der Swissair übernimmt. Die 2002 in Swiss International Airlines umbenannte Gesellschaft gehört seit 2005 zum Lufthansa-Konzern.

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