Das «Schweiz aktuell» Sommerprojekt 2016
Die Entdeckungsreise findet statt vom 18. Juli bis zum 5. August. Eine Gruppe von fünf Personen nutzt dabei dieselben Transportmittel wie unsere Vorfahren im Laufe der Geschichte, um den Gotthard zu bezwingen.
So wandern sie, wie früher die Säumer, mit Maultieren über den Pass. Sie reisen mit der legendären Postkutsche. Sie heizen die Dampflokomotive ein, erklimmen mit dem Fahrrad die Tremola Passstrasse und rasen am Ende mit dem Schnellzug durch den neuen Gotthard-Basistunnel.
Neue Gastgeberin
Präsentiert wird die Sendung von Katharina Locher. Die «Schweiz aktuell»-Moderatorin führt zum ersten Mal durch das dreiwöchige Sommerprojekt.
Sie begrüsst das Publikum jeden Abend nach 19 Uhr vom Gotthardhospiz inmitten der imposanten Naturkulisse.
Dort empfängt sie Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und beleuchtet die vielfältigen Themen rund um die Verbindungsachse Nord-Süd.
Verkehrsgeschichte am Gotthard
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Bild 1 von 9. Das erste grosse Hindernis. Um 1230 wurde in der Schöllenenschlucht die erste hölzerne Brücke über die Reuss gebaut, die bekannte Teufelsbrücke. 1595 wurde sie durch eine Steinbrücke ersetzt, die Ende des 19. Jahrhunderts einstürzte. Im Bild zu sehen sind die zweite Teufelsbrücke aus dem Jahre 1830 und die dritte, mittlerweile zweispurige, die 1958 eröffnet wurde. Bildquelle: Swiss Image.
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Bild 2 von 9. Zu Säumerzeiten. Jahrhunderte lang war die Reise über den Gotthardpass sehr beschwerlich. Säumer mit Maultieren und Pilger überquerten ihn. Zu den berühmtesten Freizeitreisenden die auf den Gotthard stiegen, zählt der Dichter Johann Wolfgang von Goethe. Dreimal stand er zwischen 1775 und 1797 auf der Passhöhe, hinab ins Tessin reiste er jedoch nie. Bildquelle: Schweizerische Landesbibliothek.
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Bild 3 von 9. Die Gotthardpost. 1830 wird die durchgehende Gotthard Fahrstrasse eröffnet. Die Reiterpost wird durch Wagenkurse ersetzt. Ab den 1840er Jahren verkehrt die Gotthardpost täglich zwischen Flüelen und Chiasso. Im Winter verkehren Einspännerschlitten. Die Reisezeit von Luzern nach Mailand beträgt circa 28 Stunden. Bildquelle: Rudolf Koller 1873.
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Bild 4 von 9. Die Gotthardbahn. 1882 wird das «Jahrhundertbauwerk», der Gotthard Eisenbahntunnel, eröffnet. Die Fahrzeit von Luzern nach Mailand verkürzt sich auf circa 10 Stunden. Die Fahrt mit der Gotthardbahn ist eine Attraktion. Um 1900 soll jeder dritte ausländische Tourist mit der Gotthardbahn gereist sein. 1920 wurde die Bergstrecke elektrifiziert. Bildquelle: ETH Bibliothek.
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Bild 5 von 9. Die Tremola. 1907 wird die Passstrasse dem Automobilverkehr freigegeben. Mit der berühmten Kopfsteinpflasterstrasse durch die Tremola ist der Gotthard aber auch der meist befahrene Pass an der Tour de Suisse. 1947 gewann der Schweizer Ferdy Kübler die Bergetappe über den Gotthard. Bildquelle: Keystone.
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Bild 6 von 9. Die neue Passstrasse. 1967 wird die neue Passstrasse über den Gotthard fertiggestellt. Statt 27 Haarnadelkurven durch die Tremola benötigt die neue Strasse nur sechs Kurven zur Überwindung der Höhendifferenz. Während den Wintermonaten können Autos auf die Eisenbahn verladen werden. Bildquelle: Keystone.
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Bild 7 von 9. Die Autobahn. 1980 wird der 17km lange Gotthard Strassentunnel eröffnet. Der Autoverlad durch den Eisenbahntunnel wird eingestellt. Doch erst 1986 ist die Autobahn A2 auf Tessiner Seite durchgehend befahrbar. Bis dann fährt der motorisierte Verkehr noch durch einzelne Dörfer des Südkantons. Bildquelle: Keystone.
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Bild 8 von 9. Der Basistunnel. Am 1. Juni 2016 wurde der 57km lange Eisenbahn Basistunnel eröffnet. Fahrplanmässig geht er im Dezember 2016 in Betrieb. Bildquelle: Keystone.
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Bild 9 von 9. Verkehrslandschaft. Die Verkehrswege über den Gotthard prägen auch die Landschaft. An vielen schmalen Passagen und Nadelöhren treffen die Bauten der verschiedenen Verkehrsmittel zusammen, wie hier in der Biaschina-Schlucht zwischen Faido und Giornico die Autobahn, die Kantonsstrasse und die Eisenbahn. Bildquelle: Keystone.