Etwas überraschend nimmt der FC Luzern das Rückspiel in der 2. Runde der Conference-League-Quali mit einem Vorsprung in Angriff: Auswärts gegen den zwölffachen schwedischen Meister Djurgardens IF siegte der FCL vor einer Woche dank beeindruckender Effizienz mit 2:1.
Damit bietet sich nun die grosse Chance, vor heimischem Publikum in die nächste Runde einzuziehen. Entspannt ist die Stimmung in der Innerschweiz deshalb trotzdem nicht. Die jüngere Vergangenheit der Luzerner in Europacup-Qualis gleicht nämlich keineswegs einer Liebesgeschichte. So erreichte der Klub zwar seit 2010 acht Mal eine Quali-Phase, schaffte es dabei aber nur gerade einmal, überhaupt eine Runde zu überstehen.
Trainer Mario Frick warnt denn auch: «Es ist eine gute Ausgangslage, aber es ist erst Halbzeit. Wir haben jetzt noch harte 90 Minuten vor uns, es braucht eine ebenso starke Leistung wie vor einer Woche in Stockholm.»
Ein Unentschieden reicht
Um das zweite Weiterkommen seit 2010 perfekt zu machen, genügt in der Swissporarena ein Unentschieden. Die Form des FCL stimmt, nach dem Sieg in Schweden holte man am Wochenende auch in der Meisterschaft dank dem 2:1 gegen Stade-Lausanne-Ouchy den ersten Vollerfolg der Saison.
In diesem Spiel war auch Ardon Jashari nach dem Wechsel-Theater um seine Person auf den Rasen zurückgekehrt. Für die Partie vom Donnerstagabend, für die bereits über 12'000 Tickets verkauft wurden, plant Frick ebenfalls wieder mit dem Nati-Spieler – obwohl nun Gerüchte über einen Wechsel zu Anderlecht oder in die Bundesliga herumschwirren.
Das soll die Luzerner aber nicht von ihrem Härtetest gegen Djurgardens ablenken. Sollten sie zum 2. Mal in 13 Jahren eine Quali-Runde überstehen, würden als nächstes Hibernian Edinburgh oder Inter Club d'Escaldes aus Andorra (Hinspiel 1:2) warten. Um sich erstmals für eine Gruppenphase zu qualifizieren, müsste der FCL insgesamt 3 Runden überstehen.