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Bolt und Kambundji in Genf Der schnellste Mann der Welt will noch vor seinen Kindern angeben

Usain Bolt und Mujinga Kambundji trafen an der Uhrenmesse aufeinander. Logisch, dass es dabei auch um Zeiten ging.

Im Rahmen eines Sponsorentermins in Genf trafen am Mittwoch die schnellste Frau der Schweiz und der schnellste Mann der Welt aufeinander: Mujinga Kambundji und Usain Bolt. Während sich die Schweizerin mit 32 Jahren in der Form ihres Lebens befindet, führt der 38-jährige Jamaikaner mittlerweile ein Leben fernab der Tartanbahn.

In Vergessenheit geraten ist Bolt deswegen keineswegs. Zu sehr hat der je dreifache Olympiasieger über die 100 respektive 200 m den Sport geprägt. Er hält noch immer die Weltrekorde über beide Sprintdistanzen. Und geht es nach ihm, soll das auch noch ein Weilchen so bleiben. «Meine Kinder sollen verstehen, dass ich der schnellste Mann der Welt bin. Danach ist es okay, wenn die Rekorde gebrochen werden.»

Mit 31 war bei Bolt Schluss

Seine Karriere hatte Bolt nach der WM 2017 beendet – 8 Jahre nachdem er an der WM in Berlin die noch immer gültigen Bestmarken über 100 m (9,58 Sekunden) und 200 m (19,19 Sekunden) aufgestellt hatte. Mit damals knapp 31 Jahren zog er einen Schlussstrich unter seine Karriere, während sich andere in diesem Alter auf dem Leistungshöhepunkt befinden oder diesen sogar erst noch erreichen. Wie etwa Kambundji.

Die Bernerin befinde sich in einer Phase, in der sie körperlich am fittesten sei. «Ich merke, wie ich jedes Jahr besser werde und meinen Körper besser kenne. Und ich hoffe, dass es noch besser wird in den nächsten Jahren», sagt Kambundji.

Grösse ist nicht alles

Das Alter ist also nur eine Zahl. Und wie sieht es mit der Grösse aus? Bolt beispielsweise war nur schon aufgrund seiner 1,95 m eine Erscheinung. Und deshalb im Vorteil? «Ich denke nicht, dass es die perfekte Grösse ist. Es geht darum, den Sport zu lernen, was du brauchst und was du nicht brauchst. Es geht um technische Dinge und darum wie du trainierst, ohne zu müde zu werden», so die Einschätzung des Jamaikaners.

Bolt würde es gerne sehen, wenn seine Kinder dereinst in seine Fussstapfen treten. Wirklich Hoffnung scheint der dreifache Vater derzeit aber nur bei seiner Tochter zu haben. «Meine Tochter hat einen gewissen Speed, meine beiden Söhne nicht wirklich.»

SRF zwei, Sportflash, 03.04.2025, 20:00 Uhr ; 

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