Dominic Lobalu, der in der Schweiz heimisch gewordene Kriegsflüchtling, dürfte die Weltmeisterschaften in Budapest (19.-27. August) verpassen. Dies wurde am Rande der Schweizer Meisterschaften in Bellinzona klar.
Das Gesuch von Swiss Athletics, Lobalu an der WM in drei Wochen für die Schweiz starten zu lassen, obwohl er den Schweizer Pass noch nicht besitzt, ist nach wie vor hängig. «World Athletics hat uns auf Nachfrage mitgeteilt, dass wir nicht mit einem Entscheid vor Budapest rechnen sollen», sagt Christoph Seiler, Präsident beim nationalen Verband. «Wir bedauern sehr, dass für einen Athleten von diesem Niveau noch keine Lösung gefunden wurde. Wir hoffen nach wie vor auf einen positiven Entscheid in den kommenden Tagen.»
Der Traum einer WM-Medaille
Seit vier Jahren trainiert der aus dem Südsudan geflüchtete Lobalu in der Ostschweiz mit dem LC Brühl und sorgt mit seinen Leistungen auf den Mittelstrecken international für Aufsehen. 2022 war er die Nummer 6 über 5000 m. Sein Ziel: Als erster Flüchtling an internationalen Titelkämpfen eine Medaille gewinnen.