Femke Bol hat an den Hallen-Weltmeisterschaften in Glasgow für den Aufreger des zweiten Tages gesorgt. Die Niederländerin lief über 400 m in 49,17 Sekunden überlegen zum Titel und unterbot auch gleich noch ihren eigenen Weltrekord um 7 Hundertstel.
Die 24-Jährige, die von Anfang bis Ende der beiden Bahnrunden führte, verwies ihre Landsfrau und Freundin Lieke Klaver (50,16) und die Amerikanerin Alexis Holmes (50,24) auf die Plätze. Die Weltmeisterin 2023 über 400 m Hürden hatte ihren Weltrekord über 400 m in der Halle bereits Mitte Februar bei den niederländischen Meisterschaften in Apeldoorn verbessert (49,24).
Tentoglou erneut Hallen-Weltmeister im Weitsprung
Der Grieche Miltiadis Tentoglou holte sich nach 2022 in Belgrad zum 2. Mal in Folge die WM-Goldmedaille im Hallen-Weitsprung. Er gewann vor dem italienischen Teenager Mattia Furlani und Carey McLeod aus Jamaika. Tentoglou, der amtierende Olympiasieger und Weltmeister im Freien und in der Halle, und Furlani sprangen bei ihren 1. Versuchen beide 8,22 Meter weit.
Weil Tentoglous zweitbester Sprung jedoch weiter war als jener von Furlani, verteidigte er erfolgreich den Weltmeistertitel. Simon Ehammer startet an der WM im Siebenkampf und war in seiner Lieblings-Einzeldisziplin nicht am Start.
Die weiteren Weltmeisterinnen und Weltmeister vom Samstag:
- 3000 m Frauen: Elle St. Pierre (USA): Die US-Amerikanerin düpierte auf der Zielgeraden überraschend die äthiopische Favoritin und mehrfache Weltrekordhalterin Gudaf Tsegay. Die 8:20,87 Minuten bedeuten neuen WM-Rekord.
- 3000 m Männer: Josh Kerr (GBR): Zur grossen Freude des Publikums in Glasgow setzte sich der Schotte in 7:42,98 Minuten durch.
- 400 m Männer: Alexander Doom (BEL), 45,25 Sekunden: Karsten Warholm (45,34) hat auf der Zielgeraden das Nachsehen.
- Dreisprung Männer: Hugues Fabrice Zango (BUR), 17,53 m
- 60 m Hürden Männer: Grant Holloway (USA), 7,29 Sekunden: Der Weltrekordhalter lässt auch an der Hallen-WM nichts anbrennen.
- 60 m Frauen: Julien Alfred (LCA), 6,98 Sekunden)