Die Meteorologie ist auch Wahrscheinlichkeitslehre. Jede unserer Prognosen trifft mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ein. In unseren Texten auf der App und im Web sowie bei unseren Prognosen im TV und im Radio versuchen wir mit Worten die Unsicherheit zu beschreiben.
Nebelfelder lösen sich wahrscheinlich auf – lokale Schauer sind möglich – Gewitter sind wahrscheinlich – die Schneefallgrenze liegt meist bei rund 1300 m
Bei der automatischen generierten Lokalprognose auf der App und im Web wird nur die Niederschlagswahrscheinlichkeit angegeben. Diese besagt, mit welcher Wahrscheinlichkeit es an diesem Ort regnet.
Beträgt die Niederschlagswahrscheinlichkeit für einen ganzen Tag 84 % heisst das, dass es bei derselben Wetterlage in 100 Fällen 84-mal geregnet hat, 16-mal aber nicht.
Ensembleprognosen
Die Eintretenswahrscheinlichkeit einer Prognose können wir zum Beispiel mit sogenannten Ensembleprognosen abschätzen. Dabei wird ein Modell nicht nur einmal, sondern über 50-mal durchgerechnet. Dabei wir nur der Anfangszustand im Modell geringfügig geändert.
Je früher die verschiedenen Modellläufe auseinander driften, desto unsicherer ist die Wetterlage. Für die aktuelle Wetterlage zeigt der sogenannte Spaghetti-Plot, dass die Unsicherheit speziell ab Sonntag eine relativ gross ist.
Konkret: Es ist noch unsicher, wie rasch sich das Hochdruckgebiet, welches westlich von uns zu liegen kommt, nach Osten ausdehnt.