Vor 150 Jahren legte der Zürcher Conrad Cramer mit einer Spende den Grundstein für das heutige Zürcher Kinderspital. Er gründete zu Ehren seiner früh verstorbenen Frau Maria Eleonora die «Eleonorenstiftung».
Eröffnet wurde das heutige Kinderspital allerdings erst 1874, im Hottingen-Quartier, wo es heute noch steht. Um die kranken Kinder kümmerten sich damals sogenannte «Wärterinnen».
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Bild 1 von 9. 1906. Grosser Krankensaal im ersten Stock des Hauptgebäudes. Bildquelle: zVg / Archiv Kinderspital Zürich.
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Bild 2 von 9. 1915. Eine persische Prinzessin besucht das Kinderspital Zürich. Bildquelle: zVg / Archiv Kinderspital Zürich.
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Bild 3 von 9. 1939. Eine leitende Schwester im Eingangsbereich der Poliklinik nimmt die kleinen Patienten entgegen. Bildquelle: zVg / Archiv Kinderspital Zürich.
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Bild 4 von 9. 1939. An Tuberkulose erkrankte Kinder auf der Tuberkulosestation des Kinderspitals. Bildquelle: zVg / Archiv Kinderspital Zürich.
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Bild 5 von 9. 1844-1866. Im Gedenken an seine Frau Eleonore gründete der Arzt Conrad Cramer 1868 die Eleonorenstiftung und legte damit den Grundstein für das Kinderspital Zürich. Heute ist es eines der führenden Zentren für Kinder- und Jugendmedizin in Europa. Bildquelle: zVg / Archiv Kinderspital Zürich.
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Bild 6 von 9. 1890. Das Areal des Kinderspitals in Hottingen. Bildquelle: zVg / Archiv Kinderspital Zürich.
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Bild 7 von 9. 1920. Das Hauptgebäude des Kinderspitals. Bildquelle: zVg / Archiv Kinderspital.
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Bild 8 von 9. 2017. Jahre später – Blick auf das Areal des Kinderspitals in Hottingen. Bildquelle: zVg / Archiv Kinderspital Zürich.
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Bild 9 von 9. So soll das neue Kinderspital aussehen. Entworfen haben es die Architekten Herzog und de Meuron. Bildquelle: zVg / Archiv Kinderspital Zürich.
«Das waren vor allem mittellose, wenig gebildete Frauen», erzählt die heutige Pflegedirektorin am Kinderspital, Bettina Kuster. Der Beruf der «Wärterin» sei gesellschaftlich nicht hoch angesehen gewesen.
Nur zwei Stunden Besuchszeit pro Woche
Neben dem Pflegepersonal wurden auch die kleinen Patientinnen und Patienten anders behandelt als heute. «Es war alles sehr hierarchisch und es ging einfach darum die Kinder zusammenzuflicken», erzählt der ehemalige Patient Hansruedi Silberschmidt.
Wegen einer Lungenkrankheit musste Silberschmidt inmmer wieder ins Spital. Dabei sei er oft einsam gewesen. Eltern durften ihre Kinder bis in die 1950er Jahre nur am Mittwoch und am Sonntag für je eine Stunde im Spital besuchen.
Heute sieht sich das Kinderspital als Familienspital. «Eltern können rund um die Uhr bei ihren Kindern sein», so Bettina Kuster. Ausserdem werde die ganze Familie betreut.