Seit rund einem halben Jahrhundert feiern die Reformierten in ihrer Kirche in Villmergen Gottesdienste. Damit könnte es nun aber bald vorbei sein. Die Kirchenpflege schreibt einen Ideenwettbewerb aus. Jeder kann vorschlagen, wie es mit der Kirche weitergehen soll.
Wie der zuständige Kirchenpfleger, Andreas Stirnemann, gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF sagte, könne man sich ganz verschiedene Nutzungen vorstellen. Ob Bar, Turnhalle oder Schwimmbad; man sei gespannt auf die Vorschläge.
Das Gebäude muss jedoch weiter öffentlich genutzt werden können. Ein Einfamilienhaus wäre zumindest zurzeit nicht möglich. Dafür müsste zuerst das Land umgezont werden. Die Kirchenpflege kann sich auch vorstellen, dass die Kirche abgerissen wird.
Die Kirche in Villmergen soll ungenutzt werden, da jeweils nur noch wenige Personen die Gottesdienste besuchen. Zudem steht eine grosse Sanierung an. So müsste etwa das Dach besser isoliert werden. Die Kirchenpflege will dies nicht finanzieren.
Die Aargauer Kirchenleitung verfolgt den Ideenwettbewerb in Villmergen. Grundsätzlich könne die Kirchengemeinde in Villmergen machen, was sie will. Sie dürfe die Kirche einfach nicht verkaufen oder abreisen. Dazu bräuchte es eine Bewilligung.
Im Aargau ist dies das einzige Projekt für die Umnutzung einer Kirche. In den Kanton St. Gallen und Zürich wurden und werden dagegen mehrere ehemalige Kirchen umgebaut.