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Kino in der Werkhalle – macht das Sinn?
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 27.12.2019. Bild: ZVG
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 39 Sekunden.

Grosses Kino in Langenthal Sternenhimmel und Leinwand in der Werkhalle

Seit zehn Jahren gehört das Langenthaler «Winterkino» fix zum Oberaargauer Kulturbetrieb. Ein Augenschein.

Eigentlich passen sie überhaupt nicht zusammen: die grosse Werkhalle im Langenthaler Industriequartier und der unverwechselbare Geruch nach frischem Popcorn. Und doch ist genau diese Kombination beim Winterkino in der Altjahreswoche Konzept. Dieses Jahr bereits zum elften Mal.

Anstelle der grossen Maschinen füllen 750 Stühle, eine Bar und eine grosse Leinwand die Halle. Der Aufwand für die vier Kinotage in der Holzbaufirma ist enorm. Auch, wenn der Aufbau nach 10 Jahren Erfahrung ziemlich routiniert abläuft.

Discokugeln für die Ambiance

In der Werkhalle laufen Filme, die beim Publikum gut ankommen, vom Familien-Animationsfilm über die Kassenschlager-Komödie bis zum Doku-Drama. Der Verantwortliche Michael Schär würde zwar gerne ein anspruchsvolleres Programm zusammenstellen: «Aber wenn ich dann alleine im Kino sitze, bringt das niemandem etwas.»

Ein Mann im dunkelblauen Hemd steht vor einer Popcornmaschine.
Legende: Michael Schär organisiert seit 10 Jahren das Winterkino in Langenthal. Christina Scheidegger/SRF

Deutlich spezieller als das Programm ist die Atmosphäre in der Halle. Mit verschiedenfarbigen Leuchtröhren werden Discokugeln angestrahlt, die wiederum einen veritablen Sternenhimmel an die Decke und Wände der Werkhalle projizieren.

Das Winterkino ist ein Happening.
Autor: Michael Schär Projektleiter Winterkino

Projektleiter Michael Schär: «Das Winterkino ist ein Happening und kein normales Kino. Man geht nicht direkt nach dem Film wieder nach Hause, sondern man kann hier Leute treffen und sich unterhalten.»

Mit ganz viel Herzblut

Finanziell rechnet sich das Winterkino nicht, auch weil die Verantwortlichen seit jeher auf jegliches Sponsoring verzichten. Entsprechend geht es Michael Schär auch nicht ums Geld, sondern ums Herzblut: «Man muss fürs Kino brennen.»

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