-
Bild 1 von 2. Stilechte Beerdigung: Der verstorbene Unternehmer wurde in einer Kaffeekanne beerdigt – auf Wunsch seiner Kinder. Bildquelle: Keystone.
-
Bild 2 von 2. Renato Bialetti hatte das Unternehmen von seinem Vater übernommen, der die achteckige Kultkanne in den dreissiger Jahren erfand. Sohn Renato steigerte den Bekanntheitsgrad der Maschinen aber erheblich. Der Comiczeichner Paul Campani zeichnete ihn als «kleinen Mann mit Schnurrbart», sein Konterfei ziert noch heute die Espresso-Kannen. Bildquelle: Keystone.
Vergangene Woche war der italienische Kaffeekannen-Unternehmer Renato Bialetti im Alter von 93 Jahren verstorben. Am Dienstag wurde er in Casale Corte Cerro in der Nähe des Comer Sees zu Grabe getragen – stilecht in einer Moka-Kanne. Medienberichten zufolge hatten seine Kinder beschlossen, die Asche ihres Vaters in einer der berühmten achteckigen Kannen beizusetzen.
Erfunden hatte die Moka-Kanne Bialettis Vater Alfonso in den dreissiger Jahren. Sein Sohn steigerte den Bekanntheitsgrad der Bialetti-Maschinen dann mit einem Marketing-Coup erheblich. Der Comiczeichner Paul Campani zeichnete Bialetti als «kleinen Mann mit Schnurrbart», sein Konterfei ziert noch heute die Espresso-Kannen des Unternehmens.
Der verstorbene Renato Bialetti, der seine letzten Lebensjahre in Ascona verbrachte, war bereits in den 80er-Jahren aus dem Unternehmen ausgeschieden. Die ursprüngliche Bialetti-Fabrik im italienischen Omegna wurde 2010 geschlossen. Heute werden die Kannen in Osteuropa produziert.