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Gefahr für Schweizer Fische Schwarzmeergrundel schon weiter vorgedrungen als gedacht

Der invasive Fisch ist auf dem Weg Rheinaufwärts. Dass er im Sommer die Hürde beim Kraftwerk Rheinfelden genommen hat, damit hat der Kanton Aargau gerechnet. Doch nun ist er schon über das nächste Kraftwerk hinausgekommen.

Die Schwarzmeergrundel droht einheimische Fische zu verdrängen. Der Kanton Aargau beobachtet ihre Wanderung daher ganz genau. Im Sommer nahm die Grundel mit dem Kraftwerk bei Rheinfelden eine wichtige Hürde.

Da der Fisch als schlechter Schwimmer gilt, rechnete man damit, dass er sich im neuen Gebiet langsam ausbreitet und man ihn über einen längeren Zeitraum alle paar Kilometer mal wieder findet während des Monitorings.

Umso überraschter waren Tabea Kropf und ihre Kollegen der kantonalen Abteilung Jagd und Fischerei als sie vor einigen Tagen erfahren haben, dass die Schwarzmeergrundel bereits das nächste Kraftwerk überwunden hat. Der Fisch frisst die Laiche der einheimischen Fische, eine Bedrohung.

Es gibt unterschiedlichste Arten der Ausbreitung, dass macht sie besonders gefährlich.
Autor: Tabea Kropf Projektleiterin Fischgänglichkeit beim Kanton Aargau

Wie der invasive Fisch diese Hürde so schnell nehmen konnte, kann sich Kropf nicht erklären. «Die Grundel könnte von einem Boot mitgenommen worden sein, vielleicht wurde eine als Köderfisch verwendet oder ein Kind hat sie beim Spielen mitgenommen, wir wissen es schlicht nicht.»

Die vielen Möglichkeiten der Ausbreitung seien sehr gefährlich. Daher setzt der Kanton auch auf die Information der Fischer und Bootsbesitzer. Er unterstützt die entsprechenden Informationskampagnen. Daneben wird die Schwarzmeergrundel und ihre Ausbreitung weiter genau beobachtet.

Hoffnungen ruhen auf nächstem Kraftwerk

Kanton und Bund hoffen, dass die Wanderung des kleinen Fisches Rheinaufwärts bald definitiv gestoppt werden kann. Bei der nächsten grossen Hürde, dem Kraftwerk bei Bad Säckingen, gibt es noch eine altmodische, steile Fischtreppe. Diese sollte der Fisch eigentlich nicht überwinden können. Zur Sicherheit werde dies nun jedoch extra überprüft, so Kropf vom Kanton Aargau gegenüber SRF.

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