Wärmeenergie aus dem Erdreich zu gewinnen sei eine vielversprechende Energietechnologie, teilte die ETH am Dienstag mit. Experten rechnen damit, dass in der Schweiz bis 2030 gut ein Dutzend Tiefengeothermie-Kraftwerke 800 Gigawattstunden Strom erzeugen könnten.
Bei der Tiefengeothermie wird Wasser in Tiefengesteine gepresst, wobei sich künstliche Klüfte bilden. Darin erhitzt sich das Wasser, das durch weitere Bohrungen wieder an die Erdoberfläche geholt wird.
Die ETH Zürich will sich in der Grundlagenforschung und der Entwicklung neuer Verfahren engagieren. Dafür wolle sie zwei neue Professuren schaffen, schreibt die ETH. Dank der Spende der Werner-Siemens-Stiftung an die ETH Zürich Foundation könne sie diese Initiative nun mit einer ersten Professur rasch umsetzen.
Noch beziehe kein Schweizer Haushalt Strom aus einem Tiefengeothermie-Kraftwerk, schreibt die ETH. Diese Energieform gilt zwar als beinahe unerschöpfliche Quelle für Strom und Fernwärme. Allerdings sei ihre Gewinnung nicht einfach, die Technologie stecke noch in den Kinderschuhen. Das Potenzial für diese erneuer- und steuerbare Energieform gilt jedoch als sehr gross.