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Bild 1 von 3. Die Sitzewinne und -verluste der Parteien auf einen Blick. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 3. Die Wähleranteile der Parteien im Vergleich mit den Wahlen von 2011. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 3. Die Sitzverteilung im neuen Parlament - verglichen mit den Wahlen 2011. Bildquelle: SRF.
Plus 4,39 Prozent beim Wähleranteil – soviel legt die FDP bei den diesjährigen Wahlen im Kanton Zürich zu. Damit knüpfen die Zürcher Freisinnigen an die Erfolge ihrer Schwesterparteien in den Kantonen Baselland und Luzern an. Es ist für die Zürcher FDP der erste Wahlerfolg seit 1991.
Wirtschaftsthemen als Treibstoff für den Erfolg
Mit ihrem Erfolg bei den Wählerinnen und Wählern gewinnt die FDP acht zusätzliche Sitze im Kantonsparlament. «Ich kann mich nicht erinnern, dass wir je soviel zulegen konnten», freut sich Fraktionschef Thomas Vogel im Interview mit dem «Regionaljournal». Vor vier Jahren musste die FDP als grosse Wahlverliererin sechs Sitze abgeben. Diese Verluste macht sie bei den diesjährigen Wahlen mehr als wett.
Die Grossen bleiben stabil
Auch die SVP legt leicht zu (+0.39 Prozent). Damit kommt sie wieder über die 30-Prozent-Marke, bliebt aber bei ihren 54 Sitzen. Die SP gewinnt ebenfalls 0,36 Prozent Wähleranteil. Bei ihr schlägt sich dies in einem Sitzgewinn nieder.
Rückschlag für die grünen Parteien
Auf der Verliererseite stehen dagegen die ökologischen Parteien. Die Grünliberalen, die vor vier Jahren die grossen Gewinner waren, büssen beim Wähleranteil 2,63 Prozent ein und verlieren 5 Sitze. Ein regelrechtes Debakel erleiden die Grünen: Sie verlieren nicht nur ihren Sitz im Regierungsrat, sondern brechen auch beim Wähleranteil um 3,35 Prozent ein. Das schlägt sich im Verlust von sechs Sitzen im Parlament nieder.
Verluste für die Grünen und Grünliberalen
BDP und EVP und EDU weiter im Parlament
Ungewiss war der Wahlausgang für die kleinen Parteien. Für sie stellt die 5-Prozent-Hürde eine Herausforderung dar. BDP und EDU büssten zwar Wähleranteile ein, haben aber die Hürde geschafft und bleiben im Parlament weiter vertreten. Die EDU verliert allerdings einen Sitz. Sogar zulegen konnte die EVP: Sie gewinnt ein Mandat.
Auch die AL weiter auf Erfolgskurs
Den grössten Erfolg darf bei den kleinen Parteien die linke Alternative Liste feiern. Sie legt beim Wähleranteil um 1,63 Prozent zu. Damit gewinnt sie zwei zusätzliche Sitze und ist erstmals im Parlament als eigene Fraktion vertreten.
Trotz diesem Erfolg rückt das Zürcher Parlament insgesamt aber nach rechts. SVP, FDP und CVP verfügen im neuen Parlament zusammen über 94 Sitze und damit über das absolute Mehr. Damit können sie ihre finanzpolitischen Vorstellungen durchbringen. Schwieriger dürften es in Zukunft dagegen die ökologischen Anliegen haben.