«Ktipp Wohnen» und «Kassensturz» liessen zehn Bypass-Gartenscheren testen: in einem Labor und von Landschaftsgärtnerinnen- und Gärtnern. Diese unterzogen die Scheren einem Praxistest.
So haben die Gartenscheren abgeschnitten
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Während mehrerer Stunden schnitten die fünf Mitarbeitenden der Gartenbauschule Hünibach im Kanton Bern Gräser, Stauden und Äste. Die Kriterien: Wie ist die Schnittqualität? Wie liegen die Gartenscheren in der Hand? Und: wie gross ist der Kraftaufwand? Die fünf Expertinnen und Experten vergaben entsprechende Noten.
Neben dem Praxistest wurden die Gartenscheren einem Labortest unterzogen. Pierrot Horsch, Testleiter der VPA Prüf- und Zertifizierungs GmbH im deutschen Remscheid, testete die Modelle nach einem standardisierten Ablauf.
Der Testsieger: die Eigenmarke von Hornbach
Die besten Noten hat die Gartenschere For Q erhalten. Sie überzeugt mit einem guten Schnitt, einer guten Handhabung und sie kann problemlos die versprochene maximale Schnittleistung von 16 mm Durchmesser einhalten. Mit einem Preis von 11.90 Franken ist das Modell eines der günstigsten des Tests.
Knapp dahinter ist Felco. Die teuerste Gartenschere im Test kostet knapp 60 Franken. Sie ist sehr robust und schneidet gut. Ein Plus: Alle Ersatzteile der Schere sind einzeln erhältlich. Ebenfalls «gut» ist die Gartenschere Krafter.
Ungenügende Noten wegen der Schnittleistung
Die Gartenscheren von Wolf Garten und Gardena haben am schlechtesten abgeschnitten. Dies insbesondere wegen einer ungenügenden Leistung im Praxistest. Wolf Garten reagierte nicht auf eine Anfrage. Gardena hält fest, dass die Scheren unter «strengen Qualitätskontrollen gefertigt werden» und viele Kunden zufrieden seien.
Auch ungenügend: Miogarden von der Migros. Je nach Material ist die Gartenschere nur mit hohem Kraftaufwand einsetzbar. Die Migros schreibt, dieses Modell verkaufe sich am besten und habe in anderen Tests gut abgeschnitten.
Knapp ungenügend schneidet das Modell von Fiskars ab. Die Schere ist zu wenig robust, nach dem Praxistest konnte man mit ihr nicht mehr sauber schneiden. Fiskars hält fest, dass die Schere eine hohe Verarbeitungsqualität habe, bei zu dicken Ästen könne die Schere jedoch beschädigt werden.
Auch knapp ungenügend ist Jardin Royal. Im Korrosionstest setzte sie Rost an, und sie kann die versprochene maximale Schnittleistung von 25 Millimetern nicht erfüllen. Jumbo will die Angabe der maximalen Schnittleistung entsprechend anpassen.
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Maximale Schnittleistungsangaben werden nicht eingehalten
Auf den Verpackungen sind die maximalen Schnittleistungen angegeben. Mehrere Modelle sollen 25 Millimeter schneiden können. Doch können sie das tatsächlich?
Der Test findet an Lebendholz statt. Dieser zeigt: Mehrere Modelle können die angegebene maximale Schnittleistung von 25 Millimeter nicht erfüllen: Felco, Royal Garden und das Modell von Okay.
Felco nimmt die Kritik ernst, hält aber fest, dass je nach Handgrösse und Holzbeschaffenheit 25 Millimeter möglich seien. Jumbo schreibt zum Modell Jardin Royal, dass die Angaben auf der Verpackung tatsächlich unzutreffend seien – man werde diese anpassen.
Die Landi schreibt zur Kritik am Modell Okay, dass in ihrem Test bis zu 25 Millimeter Schnittleistung möglich gewesen seien. Das Ergebnis sei aber abhängig von der Holzbeschaffenheit.