2007 ging es los für Börni Höhn. Sie war 20 Jahre alt und hatte grosse Träume, insbesondere wollte sie einen Plattenvertrag: «Ich erhoffte mir, dass ich meine Musik professionell in einem Studio umsetzen kann.»
Siebzehn Jahre später verspricht Börni, dass sie nicht mehr so nervös sein werde auf der Bühne wie früher. Nach inzwischen unzähligen Auftritten ist das «MusicStar»-Revival wie ein «Klassentreffen» für sie.
Es ist das Jahr 2007 ...
Das erste iPhone kommt auf den Markt, der kleine Eisbär Knut wird im Berliner Zoo geboren, Martina Hingis gibt ihren Rücktritt bekannt und Börni Höhn startet bei «MusicStar» durch. Es war noch eine Zeit vor Instagram oder Tiktok – aufstrebende Sänger und Sängerinnen mussten noch CDs und MP3-Files an Plattenlabels schicken. «Castingshows waren eine Plattform, um entdeckt zu werden», erzählt Börni im Interview.
Und entdeckt würde Börni schnell. «Ich habe während der Sendung schon relativ früh gewusst, dass ich einen Plattenvertrag mit Sony kriege.» Das habe sie vor allem entspannt, da der Druck nach einem Vertrag verschwand – ab dann machte ihr die Show mehr Spass.
«Eine Frohnatur und quirlig»
Wenn Börni an ihre Teilnahme bei «MusicStar» zurückdenkt, ist die Sängerin dankbar. «Das Schöne ist, dass die Medien mich so beschrieben haben, wie ich bin: eine Frohnatur und quirlig.» Zudem fiel die Wollishoferin durch ihren Skater-Look auf: «Ich wusste, dass ich einen Wiedererkennungswert habe mit meinen pinkfarbigen Beanies und aus der Reihe tanzte mit meinem Look», reflektiert Börni.
Über die Aufnahmen von damals kann Börni heute schmunzeln: «Es ist immer lustig, die Bilder von damals anzuschauen.» Manchmal frage sie sich schon, was sie da für Kleider trug. Aber: «Es war in dieser Zeit das Richtige und ich schäme mich auch nicht dafür.»
Börni ist immer authentisch geblieben und sieht 17 Jahre später noch sehr ähnlich aus. «Ich bin vorhin hier ins SRF gelaufen und es hatte Menschen, die mich von damals immer noch kennen.» Aber sie ist nicht mehr die gleiche Person, das würde man schnell merken.
Was passierte nach «MusicStar»?
Im Gespräch mit Börni wird deutlich, dass ihre musikalische Reise durch persönliche Begegnungen und hartnäckige Selbstentwicklung geprägt ist. Nach insgesamt acht Jahren in den Staaten lebt Börni wieder in der Schweiz. Die gelernte Informatikerin sitzt nun in der Geschäftsleitung einer Firma in der Klebstofftechnologiebranche.
Börni hat sich selbst das Produzieren beigebracht und so die Freiheit gewonnen, ihre eigenen Ideen umsetzen zu können.
Ihr Traum von einer musikalischen Karriere hat sich im Laufe der Zeit verändert, aufgegeben hat sie ihn aber nie. Sie reflektiert über eine Zeit, in der sie keine Musik gemacht hat und bezeichnet sie als die traurigste ihres Lebens. Musik erfüllt sie und gibt ihr Lebenskraft.
Auch wenn sich ihr Traum gewandelt hat, bleibt ihre Leidenschaft für Musik ungebrochen: «Ich release immer noch Musik und wenn es jemand cool findet, dann freue ich mich natürlich.» Börni betont, dass ihre Reise nicht linear verlaufen sei, aber dass ihre Musik ihr auch heute noch Freude und Erfüllung bringe, fernab von reinen Karrierezielen.