- Der FC Lugano verliert das Achtelfinal-Hinspiel in der Conference League bei Celje mit 0:1.
- Die Tessiner bleiben in Slowenien ungefährlich und kassieren in der 1. Halbzeit den entscheidenden Gegentreffer.
- In der Nachspielzeit fliegt Luganos Antonios Papadopoulos noch mit direkt Rot vom Platz.
Nach zwei Super-League-Niederlagen in Folge sowie dem Out im Cup wollte der FC Lugano in der Conference League zum Siegen zurückfinden. Doch das gelang nicht. Bei Celje, dem Tabellenfünften der slowenischen Meisterschaft, unterlagen die Luganesi mit 0:1. Dabei war der Gegner keineswegs übermächtig – die Tessiner blieben im Angriff aber zu ungenau und so zum vierten Mal in Folge ohne Torerfolg.
Zu den offensiven Schwächen kamen in Celje auch noch defensive Mängel dazu. Innenverteidiger Antonios Papadopoulos war in der 23. Minute nicht auf einer Höhe mit seinen Verteidigungskollegen und hob das Abseits auf. Trotzdem war er zu weit weg von seinem Gegenspieler. So konnte Stürmer Tamar Svetlin eine Flanke aus dem Halbfeld unbedrängt einköpfeln: 1:0 für den Aussenseiter.
Gebrauchter Tag für Papadopoulos
Bereits fünf Minuten zuvor war Papadopoulos im Zentrum des Geschehens gestanden. Doch damals auf der anderen Seite. Sein gefährlicher Abschluss wurde jedoch zur Ecke geblockt. Es blieb nicht seine einzige Chance. In der 34. Minute scheiterte er aus der Distanz, in der 72. per Kopf.
Der Frust beim Griechen schien immer grösser zu werden. Und irgendwann musste er raus. In der Nachspielzeit rammte er seinen Gegenspieler im Mittelfeld unnötig und fern des Balles weg und sah dafür noch die direkte rote Karte. Für das Hinspiel hatte der Platzverweis zwar keine Auswirkungen mehr, doch das Rückspiel wird der 25-Jährige verpassen.
Individuelle Klasse, aber kaum Zusammenspiel
Trotz mehr Ballbesitz und auch mehr Abschlüssen schafften es die Luganesi über die gesamte Partie zu selten, wirklich Torgefahr zu erzeugen. Das Selbstvertrauen, welches noch im letzten Jahr vorhanden gewesen war, scheint komplett weg zu sein. In den Zweikämpfen fiel zwar auf, dass die Tessiner die grössere individuelle Klasse besitzen. Als Team brachten sie die Qualität aber nicht auf den Platz.
Ausgeschieden ist der letzte Schweizer Vertreter gleichwohl noch nicht. Für das Rückspiel bleibt trotz der knappen Niederlage alles offen – bringt Lugano wieder seine Qualität auf den Platz, sollte das 0:1 zu drehen sein.
Panathinaikos legt vor
Schafft Lugano im Rückspiel am 13. März die Wende, treffen die Tessiner im Viertelfinal auf den Sieger des Duells zwischen Panathinaikos und der Fiorentina. Die Griechen haben im Hinspiel mit einem 3:2-Heimsieg vorgelegt, obwohl sie die Italiener nach zwischenzeitlicher 2:0-Führung wieder auf 2:2 haben herankommen lassen.
So geht's weiter
Der FC Lugano trifft am Sonntag in der Super League um 16:30 Uhr auswärts auf den FC Sion. In der Conference League geht es am kommenden Donnerstag weiter. Das Rückspiel gegen Celje steigt um 18:45 in Thun, die Partie gibt's wiederum live bei SRF zu sehen.