Am 29. März wurde Ramona Bachmann beim 0:0 von Houston Dash am 3. Spieltag der NWSL gegen den Gotham FC in der 61. Minute eingewechselt. Es war der erste Einsatz der 34-Jährigen seit 5 Monaten. Am 29. Oktober 2024 hatte Bachmann mit einem Tor massgeblich zum Sieg der Schweizer Nati im Testspiel gegen Frankreich beigetragen.
Es war keine einfache Situation, das hatte ich so noch nie. Aber ich habe versucht, das Beste daraus zu machen.
Weil die Saison in Nordamerika von März bis November dauert, Bachmann zudem die letzten Nati-Spiele 2024 wegen eines Infekts verpasste und im Februar in der Nations League gegen Island und Norwegen nicht zum Einsatz kam, war die Pause ungewohnt lange. «Es war keine einfache Situation, das hatte ich so noch nie. Aber ich habe versucht, das Beste daraus zu machen. Die Nati und Houston haben mich sehr gut unterstützt.»
Mit Einsätzen auf 100 Prozent kommen
Ihr halbstündiger Einsatz bei ihrem «Comeback» sei deshalb ein sehr wichtiger Schritt gewesen, sagte Bachmann im Camp des Nationalteams, das sich auf die Nations-League-Spiele gegen Frankreich und Island vorbereitet. «Es hat mich sehr gefreut, wieder einmal auf dem Platz zu stehen. Mein Fitnesszustand ist ganz anders als das letzte Mal, als ich bei der Nati war. Ich bin sicher bereit für Einsätze.»
Und diese Einsätze wären im Moment sehr wichtig für Bachmann. Vielleicht setzt Nati-Trainerin Pia Sundhage schon in den anstehenden Partien wieder auf sie. In Sachen Fitness stehe sie momentan bei 80 Prozent. «Die Spielzeit, die ich jetzt bekomme, bringt mich auf 100 Prozent.»
Das grosse Ziel von Bachmann ist natürlich die Heim-EM. Dort kann die Nati die Tore der Stürmerin sicher gut brauchen. Um mit Blick auf das Highlight nichts zu riskieren, sei der Umgang des Schweizer Staffs mit ihr noch sehr vorsichtig. «Darauf vertraue ich. Am 2. Juli soll ich topfit sein und das ist natürlich auch mein Ziel.»
Geburt des ersten Babys als zusätzlicher Schub
An diesem 2. Juli bestreitet die Schweiz gegen Norwegen das erste EM-Spiel. Bis dahin sind es noch 91 Tage. Bachmann hat also noch genug Zeit, um in Form zu kommen. Zunächst steht aber noch ein freudiges privates Ereignis an. Bachmann und ihre Ehefrau Charlotte Baret werden Anfang Mai erstmals Eltern.
«Es wird ein ganz spezieller Moment, der bei mir sehr viele schöne Emotionen auslösen kann», blickt sie voraus. Bei der Geburt will sie natürlich dabei sein und rechtzeitig aus Houston anreisen. Im Anschluss möchte Bachmann sicher noch die Anfangszeit als kleine Familie geniessen. Dann möchte sie den Fokus aber voll auf ihr grosses Ziel legen, die EM in der Schweiz.