- Die Schweiz erfüllt in St. Gallen ihre Pflichtaufgabe souverän und schlägt Luxemburg im Testspiel 3:1.
- Ruben Vargas (9.) und Breel Embolo per Penalty (12.) bringen die Nati früh auf Kurs.
- Der Ehrentreffer der Luxemburger fällt in der Schlussphase mittels Elfmeter.
5 Niederlagen und 3 Unentschieden hatten für die Schweiz seit dem 2:0-Erfolg im EM-Achtelfinal gegen Italien herausgeschaut. Auch am vergangenen Freitag im Test gegen Nordirland (1:1) wollte es für die Nati nicht klappen mit dem Sieg. Deshalb stand sie gegen Luxemburg – Testspiel hin oder her – unter Zugzwang.
Und die Schweiz erfüllte gegen den Gegner, gegen welchen man 2008 im Letzigrund eine peinliche 1:2-Niederlage hatte hinnehmen müssen, die Pflicht: In St. Gallen resultierte dank einer überzeugenden 1. Halbzeit ein ungefährdeter 3:1-Erfolg.
Abwehrchef Gartenmann
Nati-Trainer Murat Yakin nahm im Vergleich zum Nordirland-Spiel 5 Wechsel in der Startformation vor. Im Tor begann Yvon Mvogo, rechts hinten Eray Cömert. Auf den Aussenbahnen kamen Miro Muheim vom HSV und Lucas Blondel von den Boca Juniors zum Zug. Und im Zentrum lief Djibril Sow auf. Ebenfalls bemerkenswert: Stefan Gartenmann amtete in seinem erst 2. Länderspiel für die Schweiz als Abwehrchef. Nach der Pause übernahm Cömert diesen Part.
Die Schweiz erwischte einen Start nach Mass und lag nach einer Viertelstunde schon 2:0 in Führung. Den «Dosenöffner» hatte Ruben Vargas, der sein 51. Länderspiel bestritt, geliefert. Nach einer Hereingabe Muheims verwertete der Sevilla-Söldner gekonnt mit links (9.). 3 Minuten später verwandelte Breel Embolo einen Penalty, den er selber herausgeholt hatte, souverän.
Muheim macht viel Werbung in eigener Sache
Noch vor Ablauf der ersten halben Stunde stand es 3:0 für die Schweizer, die das Geschehen auf dem Rasen gegen einen bescheidenen Gegner zu jeder Zeit unter Kontrolle hatten. Erneut war es Vargas, der in den Abschluss ging und das Leder über Umwege versenkte. Das Tor wurde später von der Uefa Muheim, der den Ball als Letzter berührte, zugeschrieben. Für den 27-Jährigen ist es der Premierentreffer im Nationaldress.
Sowieso machte Muheim in seinem 2. Länderspiel viel Werbung in eigener Sache. Der emsige Ex-St. Galler war auf der linken Seite der auffälligste Akteur und an vielen gefährlichen Angriffen beteiligt.
Erneut kein Zu-null-Sieg
Nach der Pause blieb die Schweiz dominant, aber vor dem Tor nicht mehr ganz so konsequent wie noch vor dem Wechsel. Die je 5 Wechsel auf beiden Seiten trugen ebenfalls nicht zu einem besseren Spielfluss bei. So wurden die bloss 8363 Fans in St. Gallen – letztmals hatte die Nati im November 2018 in Lugano gegen Katar mit 4000 Zuschauern noch weniger Fans im Stadion – nach der Pause nicht mehr ganz so gut unterhalten.
Goalie Mvogo, der anstelle von Gregor Kobel spielte, verbrachte einen ruhigen Abend. Der Schlussmann musste sich aber in der 89. Minute doch noch bezwingen lassen. Nach einem schlechten Zweikampfverhalten des eingewechselten Aurèle Amenda gab es Penalty. Diesen verwandelte Danel Sinani platziert in die linke Ecke. So spielte die Nati zum 9. Mal in Folge nicht zu null.
So geht es weiter
Die nächsten Testspiele der Nati finden im Juni statt. Am 7. Juni trifft die Schweiz in Salt Lake City (US-Bundesstaat Utah) auf Mexiko. 4 Tage später heisst der Gegner USA. Diese Partie findet in Nashville (Tennessee) statt. Die WM-Qualifikation beginnt für die Yakin-Equipe am 5. September zu Hause gegen den Kosovo.