Ein Sieg fürs Gemüt: Die Schweizer Nati hat gegen Luxemburg nach 8 sieglosen Partien endlich wieder einmal gewonnen. Auch wenn die Leistung in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz so überzeugend ausfiel wie vor der Pause, überwog bei den Direktbeteiligten doch das Positive.
Auch das späte Gegentor auf Penalty vermochte den Gesamteindruck bei Eray Cömert nicht zu trüben. «Wir haben uns extrem viele Chancen herausgespielt. Wir hätten locker noch 5, 6 Tore schiessen können», befand der Innenverteidiger. Ruben Vargas blies ins gleiche Horn. «Ein Sieg tut immer gut. Das war das klare Ziel. Wir haben das Spiel dominiert.»
«Nicht überbewerten» wollte Murat Yakin das Gezeigte. Einige Schwächen in der Defensive machte er dann doch aus. Allerdings nahm er erfreut zur Kenntnis, dass sein Team eine Effizienz an den Tag legte, die es zuletzt doch ziemlich hatte vermissen lassen.
Sonderlob für Muheim
Wie gegen Nordirland durften sich erneut Spieler austoben, die in ihren Klubs sonst nicht viel Einsatzzeit oder in der Nati noch keine grossen Spuren hinterlassen haben. Nach den Gewinnern der Partie gefragt, hob Yakin drei Spieler besonders hervor: Miro Muheim und Ruben Vargas, die auf der linken Seite für mächtig Dampf sorgten, sowie Djibril Sow, der nach längerer Absenz im Mittelfeld souverän die Fäden zog.
Muheim heimste ein Sonderlob ein. «Miro hat heute das ganze Spiel über defensiv und offensiv überzeugt. Er war sehr agil und hat praktisch jeden Zweikampf gewonnen», so Yakin.
Der Aussenverteidiger des HSV machte nicht nur als Vorbereiter des 1:0, sondern auch als Schütze des 3:0 Werbung in eigener Sache. Weil er nach dem Schuss von Vargas noch am Ball war, durfte er sich über sein erstes Länderspieltor freuen. «Ich habe es erst nach dem Spiel erfahren. Das meiste des Tores gehört natürlich Ruben. Trotzdem nehme ich es gerne an», sagte Muheim, der sich mit einem Tag Verspätung selbst zum Geburtstag beschenkte. Am Montag war er 27-jährig geworden.