Kennen Sie noch Alphonse Leweck? Ottmar Hitzfeld ganz bestimmt. Er war damals Trainer der Schweizer Nationalmannschaft, als sie eine der grössten Blamagen der Geschichte hinnehmen musste: eine 1:2-Pleite gegen Luxemburg. Weil Mittelfeldspieler Leweck an jenem Mittwoch im September 2008 spät für den historischen Triumph der Gäste im Letzigrund sorgte.
Am Mittwochmorgen noch hatte Gökhan Inler im Blick zum Biss in die Luxemburgerli angetäuscht, am Abend folgte dann die grosse Enttäuschung: Die Schweizer Nati blamierte sich im Rahmen der WM-Quali gegen den Fussballzwerg. Diese Pleite wird seither – Inlers Luxemburgerli-Liebe inklusive – stets genannt, wenn es um Tiefpunkte der Nati-Historie geht.
Immerhin schaffte die Schweiz die WM-Quali doch noch, auch dank eines 3:0-Rückspielsiegs in Luxemburg. Doch es war nicht das einzige Mal, dass sich die Schweiz mit dem Fussballzwerg schwertat. Beim bislang letzten Aufeinandertreffen im November 2011 gelang wiederum unter Hitzfeld ein glanzloser 1:0-Testspielerfolg. Granit Xhaka traf bereits nach 8 Minuten, dabei blieb es.
Am Dienstagabend kommt es nun in St. Gallen abermals zum Kräftemessen mit den Luxemburgern. Die Equipe von Trainer Luc Holtz reist mit ordentlich Rückenwind in die Ostschweiz, am Samstag überraschte man mit einem 1:0-Triumph über den Schweizer WM-Quali-Gegner Schweden.
Zuletzt 8 Spiele ohne Vollerfolg
Bei der Nati wiederum geht das grosse «Casting» in die nächste Runde. Wenngleich für Trainer Murat Yakin das Resultat sekundär ist – alles andere als ein Sieg wäre ungenügend. Zumal endlich die 8 Partien umfassende Sieglosserie ihr Ende nehmen soll.
Worauf man sich indes verlassen kann: Kein Nati-Akteur wird im Vorfeld den Gegner mit einem leckeren Süssgebäck vergleichen.