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Curling-WM in Moose Jaw Aller guten Dinge sind 6: Die Schweiz greift nach WM-Gold

  • Die Schweiz erreicht nach einem klaren 7:3-Sieg gegen China den Final an der Curling-WM in Moose Jaw (CAN).
  • Die Entscheidung fällt durch jeweils 2 Steine im 5. und 6. End.
  • Im Final trifft das Schweizer Quartett des CC Genf auf Schottland.

Fünf Mal hatte Benoît Schwarz-van Berkel in seiner Karriere bislang einen WM-Halbfinal bestreiten können. 2014, 2017, 2019, 2021 und 2023 war die Hürde jedoch zu hoch gewesen und es blieb bei WM-Bronze für den mittlerweile 33-Jährigen. Doch an der WM 2025 besiegte der Genfer endlich den «Halbfinal-Fluch».

Gemeinsam mit Pablo Lachat-Couchepin, Sven Michel und Skip Yannick Schwaller schlug Schwarz-van Berkel in Moose Jaw (CAN) China in der Runde der letzten 4 klar mit 7:3. Am Sonntag um 23:00 Uhr Schweizer Zeit geht es um WM-Gold. Gegner wird dann Schottland sein, das sich überraschend gegen Gastgeber Kanada durchsetzen konnte.

Schwarz-van Berkel mit Traumstein

Im Halbfinal-Duell mit China um Skip Xiaoming Xu legte die Schweiz schon im 1. End mit 2 Steinen vor. China konnte erst im 4. End mit einem Punkt reagieren. Doch danach zauberte Schwarz-van Berkel vor der Pause mit seinem letzten Stein ein regelrechtes Gemälde aufs Eis und sicherte seinem Team das 4:1 (s. oben).

Nach dem Unterbruch schenkte Xu den Genfern mit einem Fehler 2 weitere Punkte und sorgte so selber für die Vorentscheidung. 3 Ends später gaben die Chinesen auf und das Endresultat von 7:3 stand fest. Bereits das 1. Direktduell in der Round Robin hatten die Schweizer mit 7:5 gewonnen gehabt.

Ein historischer Final-Einzug

Unabhängig vom Ausgang des Finals am Sonntag darf die WM in Kanada als Erfolg verbucht werden. Schon mit dem Einzug in die Halbfinals hatte sich das Schweizer Quartett das Ticket für die Olympischen Spiele gesichert.

Bei allem Erfolg von Schweizer Curling-Teams hat der Final-Einzug des CC Genf fast schon historische Dimensionen:

  • Das letzte Mal um WM-Gold spielte ein Schweizer Männer-Team vor 22 Jahren. 2003 unterlagen Ralph Stöckli, Claudio Pescia, Pascal Sieber und Simon Strübin im WM-Final Kanada. Trainer des Schweizer Quartetts war damals übrigens Patrick Hürlimann, der Schwiegervater von Yannick Schwaller.
  • Zuletzt Schweizer WM-Gold gab es 1992 für Markus Egglers Team in Garmisch – nach einem 6:3 im Final über ... Schottland!

Resultate

Livestream auf srf.ch/sport, 05.04.2025, 23:00 Uhr ; 

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