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Bild 1 von 10. Fabian Staudenmann (23/BKSV). Grösse: 1,91 m; Gewicht: 110 kg; Kranzfestsiege: 9; Kränze: 46 (davon 2 Eidgenössische). Bildquelle: Keystone/Peter Klaunzer.
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Bild 2 von 10. Samuel Giger (25/NOSV). Grösse: 1,94 m; Gewicht: 123 kg; Kranzfestsiege: 30; Kränze: 60 (davon 3 Eidgenössische). Bildquelle: Keystone/Urs Flüeler.
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Bild 3 von 10. Armon Orlik (28/NOSV). Grösse: 1,90 m; Gewicht: 115 kg; Kranzfestsiege: 21; Kränze: 60 (davon 3 Eidgenössische). Bildquelle: Keystone/Walter Bieri.
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Bild 4 von 10. Domenic Schneider (29/NOSV). Grösse: 1,79 m; Gewicht: 145 kg; Kranzfestsiege: 6; Kränze: 74 (davon 3 Eidgenössische). Bildquelle: Keystone/Urs Flüeler.
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Bild 5 von 10. Matthias Aeschbacher (31/BKSV). Grösse: 1,91 m; Gewicht: 120 kg; Kranzfestsiege: 15; Kränze: 86 (davon 2 Eidgenössische). Bildquelle: Keystone/Jean-Christophe Bott.
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Bild 6 von 10. Pirmin Reichmuth (27/ISV). Grösse: 1,98 m; Gewicht: 130 kg; Kranzfestsiege: 7; Kränze: 26 (davon 3 Eidgenössische). Bildquelle: Keystone/Urs Flüeler.
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Bild 7 von 10. Damian Ott (23/NOSV). Grösse: 1,97 m; Gewicht: 110 kg; Kranzfestsiege: 4; Kränze: 24 (davon 1 Eidgenössischer). Bildquelle: Keystone/Urs Flüeler.
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Bild 8 von 10. Werner Schlegel (20/NOSV). Grösse: 1,89 m; Gewicht: 113 kg; Kranzfestsiege: 4; Kränze: 25 (davon 1 Eidgenössischer). Bildquelle: Keystone/Gian Ehrenzeller.
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Bild 9 von 10. Mario Schneider (31/NOSV). Grösse: 1,82 m; Gewicht: 145 kg; Kranzfestsiege: 1; Kränze: 66 (noch kein Eidgenössischer). Bildquelle: Keystone/Gian Ehrenzeller.
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Bild 10 von 10. Adrian Walther (22/BKSV). Grösse: 2,00 m; Gewicht: 100 kg; Kranzfestsiege: 3; Kränze: 29 (davon 1 Eidgenössischer). Bildquelle: Keystone/Urs Flüeler.
Die Topfavoriten
Wer in diesem Jahr sieben Kranzfeste gewonnen hat, ist beim Saisonhöhepunkt automatisch der grosse Favorit. Fabian Staudenmann hat die laufende Saison geprägt wie kein anderer. Er entschied am Bernisch-Kantonalen Schwingfest sein eigenes Teilverbandsfest für sich und konnte sich auch an den Bergkranzfesten am Schwarzsee und auf dem Weissenstein als Sieger feiern lassen. Hinzu kommen die Erfolge am Emmentalischen, dem Mittelländischen, dem Oberaargauischen und dem Oberländischen Schwingfest. Wie man einen Eidgenössischen Anlass gewinnt, weiss Staudenmann seit dem Kilchberger-Schwinget 2021.
Staudenmanns damaliger Co-Sieger Samuel Giger war 2022 der grosse Dominator. Beim Eidgenössischen in Pratteln erlebte der Thurgauer als grosser Favorit aber eine herbe Enttäuschung, als er schon früh aus der Entscheidung fiel. Die laufende Saison gestaltete sich für Giger wegen einem Muskelfaserriss schwierig, er musste zwischenzeitlich pausieren. Zuletzt meldete er sich aber eindrücklich zurück. Mit seinem Triumph auf dem Brünig unterstrich er seine Ambitionen für den Unspunnen-Schwinget. Mit dem Glarner Bündner und dem Schaffhauser Kantonalschwingfest konnte er 2023 zwei weitere Siege verbuchen. Beim Unspunnen treffen Staudenmann und Giger im 1. Gang aufeinander.
Die Herausforderer
Nach weniger erfolgreichen Zeiten präsentierte sich Armon Orlik heuer wieder in bestechender Form. Der Schlussgang-Teilnehmer am ESAF 2016 hat sein Selbstvertrauen wieder gefunden und überzeugte mit starken Resultaten. Die Siege an den Teilverbandsfesten in der Nordost- und der Südwestschweiz sowie der Triumph am Bündner-Glarner Kantonalschwingfest hieven den Bündner für den Unspunnen-Schwinget in den Kreis der Favoriten.
Hierzu muss definitiv auch Orliks Teilverbandskollege Domenic Schneider gezählt werden. Der Thurgauer begeisterte die Fans auch 2023 wieder mit seiner angriffigen Art und fuhr einige grosse Erfolge ein. So gewann er das Basellandschaftliche, das Zürcher und das Appenzeller Kantonalschwingfest. Zudem wurde er unter anderem am Nordostschweizer Teilverbandsfest (von Orlik) sowie an den Bergkranzfesten auf dem Brünig (von Giger) und der Schwägalp (von Bruder Mario) erst im Schlussgang gestoppt.
Ebenfalls in den Siegerlisten 2023 ist Matthias Aeschbacher zu finden. Der Berner Routinier, vor Jahresfrist am ESAF in Pratteln im Schlussgang, durfte zwar nie alleine jubeln, war aber sowohl am Berner (punktgleich mit Staudenmann) als auch am Nordwestschweizer Teilverbandsfest (punktgleich mit Patrick Räbmatter) Co-Sieger. Schlussgang-Teilnahmen am Bern-Jurassischen und am Mittelländischen Schwingfest sowie auf dem Weissenstein zeigen, dass mit Aeschbacher zu rechnen ist.
Nach dem verletzungsbedingten Forfait von Schwingerkönig Joel Wicki ruhen die grössten Innerschweizer Hoffnungen auf Pirmin Reichmuth. Der Zuger feierte im Juli mit dem Sieg am Bergkranzfest auf der Rigi seinen bisher grössten Erfolg. Auch am Ob- und Nidwaldner Kantonalschwingfest war er mit sechs Siegen und einer Punktzahl von 59,75 die klare Nummer 1.
Muss man auf der Rechnung haben
Die ohnehin schon sehr starke Nordostschweizer Fraktion wird ergänzt durch Damian Ott und Werner Schlegel. Der St. Galler Ott, neben Staudenmann und Giger ebenfalls Sieger am Kilchberger-Schwinget 2021, entschied das Thurgauer und das St. Galler Kantonalschwingfest für sich. Der Toggenburger Schlegel konnte wegen Verletzungen zwar nur vier Wettkämpfe bestreiten, zeigte dort aber sein riesiges Potenzial. Auf der Rigi bodigte er im Anschwingen den späteren Festsieger Reichmuth, auf der Schwägalp wurde er zuletzt Zweiter. Aus NOSV-Sicht nicht vergessen darf man Schwägalp-Sieger Mario Schneider.
Auch die Berner haben mit Adrian Walther ein weiteres heisses Eisen im Feuer. Der 2-Meter-Hüne gewann am Bern-Jurassischen Schwingfest und belegt in der Jahreswertung den 5. Platz.
Hoffnungsträger der anderen Verbände
Nicht zu den ganz grossen Favoriten zählen die Schwinger aus der Nordwest- und Südwestschweiz. In den NWSV-Reihen gilt Nick Alpiger als grösster Hoffnungsträger, beim SWSV erhofft man sich vom Trio Benjamin Gapany, Lario Kramer und Romain Collaud am meisten.