Wo und wann findet die WM statt?
Austragungsort der Weltmeisterschaften ist das auf 1700 Meter über Meer gelegene Bergdorf Bakuriani in Georgien. Das Skigebiet liegt drei Fahrstunden von der Hauptstadt Tiflis entfernt. Die Zeitdifferenz zur Schweiz beträgt drei Stunden. Die WM beginnt am Sonntag, 19. Februar, und endet zwei Wochen später. 30 Medaillensätze gibt es insgesamt zu vergeben.
Was ist anders als beim letzten Mal?
2021 konnte die WM wegen der Covid-Pandemie nicht wie geplant im chinesischen Zhangjiakou durchgeführt werden. Der daraufhin von der FIS bestimmte Ersatzort Calgary (CAN) fiel aus demselben Grund aus. Stattdessen fanden die Wettkämpfe an drei verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeitpunkten statt. Die Skicrosser fuhren in Idre (SWE) um Medaillen, die Aerials-Wettbewerbe wurden nach Almaty (KAZ) und die restlichen Wettkämpfe nach Aspen (USA) verlegt.
Wie überträgt SRF?
Bei SRF sind Sie bei allen Medaillen-Entscheidungen live mit dabei. Für Frühaufsteher sind auch sämtliche Qualifikationen live im Web-Stream zu sehen. Hier geht es zum detaillierten Programm.
Zwei Sportarten – eine WM
Seit 2015 wird die Freestyle-WM gemeinsam mit den Snowboard-Titelkämpfen ausgetragen. Die Freestyler kämpfen zum 19. Mal um Medaillen, bei den Snowboardern steht die 15. Ausgabe auf dem Programm.
In welchen Disziplinen wird um Medaillen gefahren?
Ski Freestyle | Snowboard |
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Aerials | Parallel-Riesenslalom |
Buckelpiste & Doppelbuckelpiste | Parallel-Slalom |
Slopestyle | Slopestyle |
Halfpipe | Halfpipe |
Skicross | Snowboardcross |
Big Air | Big Air |
*Im Skicross, Snowboardcross, Aerials und den Snowboard-Parallelrennen finden zusätzlich Team-Wettkämpfe statt.
Wie steht es um die Schweizer Medaillenchancen?
Swiss-Ski geht in zahlreichen Wettkämpfen mit aussichtsreichen Medaillenkandidaten ins Rennen. Im Skicross, Aerials, und im Slopestyle landeten Schweizer Athletinnen und Athleten in dieser Saison schon auf dem Weltcup-Podest. Freeskier Andri Ragettli ist im Slopestyle Titelverteidiger, Mathilde Gremaud ist in derselben Disziplin amtierende Olympiasiegerin. Alex Fiva – Skicross-Weltmeister von 2021 – fehlt wegen eines Kreuzbandrisses.
Im Snowboard liegt der Fokus aus Schweizer Sicht vor allem auf den Parallel-Rennen. Mit Ladina Jenny, Julie Zogg und Dario Caviezel stellt Swiss-Ski drei Saisonsieger. In der Halfpipe liegen die Hoffnungen auf Jan Scherrer, der 2021 WM-Bronze gewann.
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Bild 1 von 10. Andri Ragettli, Ski Freestyle. An der WM 2021 durchlebte der Flimser ein Wechselbad der Gefühle. Nach Gold im Slopestyle zog er sich im Big Air eine schwere Knieverletzung zu. In diesem Winter stand Ragettli in allen drei Slopestyle-Wettkämpfen auf dem Podest. Bildquelle: Keystone / Mayk Wendt.
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Bild 2 von 10. Julie Zogg, Snowboard alpin. Die St. Gallerin gehört im Parallel-Slalom zu den Top-Favoritinnen. Die Weltmeisterin von 2019 gewann in dieser Saison zwei Rennen und wurde einmal Zweite. Auch im Parallel-Riesenslalom fuhr sie einmal aufs Podest. Bildquelle: GIAN EHRENZELLER / Keystone.
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Bild 3 von 10. Mathilde Gremaud, Ski Freestyle. Ein Weltmeistertitel fehlt in der eindrücklichen Medaillensammlung der 23-jährigen Freiburgerin noch. Die Olympiasiegerin von Peking holte vor zwei Jahren WM-Silber im Slopestyle. Auch im Big Air gehört Gremaud zu den Medaillenkandidatinnen. Bildquelle: KEYSTONE/Yanik Buerkli.
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Bild 4 von 10. Noé Roth, Aerials. Der Zuger führt die Weltcup-Wertung der Skiakrobaten vor der WM an. An Weltmeisterschaften hat Roth schon einen gesamten Medaillensatz vorzuweisen. Neben Gold (2019) und Silber (2021) im Team gewann er 2019 im Einzelwettbewerb die Bronzemedaille. Bildquelle: IMAGO / Xinhua.
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Bild 5 von 10. Dario Caviezel, Snowboard alpin. An einem guten Tag kann es auch für den Bündner ganz nach vorne reichen. In diesem Winter hat er einen Sieg (Parallel-Slalom) und einen 2. Platz (Parallel-Riesenslalom) auf dem Konto. Bildquelle: Keystone / GIAN EHRENZELLER.
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Bild 6 von 10. Ladina Jenny, Snowboard alpin. Die 29-Jährige fuhr in dieser Saison schon dreimal aufs Podest. Im Parallel-Riesenslalom in Blue Mountain feierte sie Ende Januar ihren 1. Weltcupsieg in ihrer Karriere. Bildquelle: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller.
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Bild 7 von 10. Jan Scherrer, Snowboard Freestyle. Der Olympia-Dritte von Peking stürzte anfangs Februar an den X-Games. Rechtzeitig für die WM in Bakuriani ist der 28-Jährige aber wieder fit. Bildquelle: Keystone / FRANCISCO SECO.
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Bild 8 von 10. Fanny Smith, Skicross. Unter normalen Umständen ist der fünffachen WM-Medaillengewinnerin auch in Bakuriani ein Podestplatz zuzutrauen. Weil die 30-Jährige beim zweitletzten Rennen vor der WM auf der Reiteralm stürzte, steht hinter ihrer Gesundheit aber ein Fragezeichen. Bildquelle: Keystone / VALENTIN FLAURAUD.
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Bild 9 von 10. Pirmin Werner, Aerials. In Peking verpasste der 23-Jährige als Vierter eine Medaille nur knapp. Diesen Winter nahm er mit seinem zweiten Weltcupsieg in Ruka (FIN) in Angriff, danach lief es nicht mehr nach Wunsch. Bildquelle: GREGORY BULL / Keystone.
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Bild 10 von 10. Sarah Höfflin, Ski Freestyle. 2018 holte die Genferin im Slopestyle Olympia-Gold. Dass bei der 32-Jährigen die Formkurve nach oben geht, zeigte sie beim Heim-Weltcup in Laax, den sie auf dem 2. Rang beendete. Bildquelle: Keystone / SALVATORE DI NOLFI.
Woher kommen die erfolgreichsten Freestyler?
Der ewige Medaillenspiegel der Ski-Freestyle-WM wird von Kanada angeführt. Die Schweiz hat bisher 37 Medaillen (davon 11 goldene) gesammelt, was zu Rang 4 reicht. Bei der letzten Austragung war Russland die erfolgreichste Nation, in diesem Jahr sind die russischen Athleten wegen des Krieges in der Ukraine ausgeschlossen.
An den Snowboard-Titelkämpfen hat die Schweiz bisher 41 Medaillen (davon 14 goldene) gewonnen. 2021 musste sich Swiss-Ski mit einer Medaille zufriedengeben (Bronze von Jan Scherrer).