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Sounds! Album der Woche & Interview: «Still Willing» von Personal Trainer
Aus Sounds! vom 06.08.2024. Bild: Tom van Huisstede
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 37 Sekunden.

Kulturtipps der Woche Coole Tipps für heisses Wetter: DIY-Rock bis Davos Festival

Sie wollen der Street Parade und der Hitze entfliehen? Kein Problem! Mit unseren Tipps aus den SRF-Redaktionen.

Albumtipp

Band Personal Trainer, 7 Personen, inszenieren das Bild «Die Erschaffung Adams»
Legende: Die Mitglieder der Band Personal Trainer haben etwas Wildes erschaffen: ihr zweites Album mit dem Namen «Still Willing». Personal Trainer

DIY-Rock im kühlen Kämmerchen hören: «Still Willing» könnte man Stimmungsschwankungen unterstellen: Mal ist das Album laut und energisch, mal leise und nachdenklich. Songschreiber Willem Smit aus Amsterdam ist zwar verantwortlich für diese Songs, ist aber ein ausgeglichener Typ. Die musikalischen Stimmungsschwankungen stammen von Smits grosser Musikliebe. Er ist Musikfan durch und durch und lässt seinen breiten Musikgeschmack auch in seine Band Personal Trainer einfliessen. Nun veröffentlichten die Niederlänger ihr zweites Album: DIY-Rock, der auf alle Seiten ausufert. Lea Inderbitzin

Konzerttipp

Musizierende mit Blechblasinstrumenten, davor Publikum, hinter ihnen Wald und See.
Legende: 2023 spielten Musikerinnen und Musiker beim Brunchkonzert am Schwarzsee in Davos Laret unter dem Motto «Untertauchen». Davos Festival

Ein Konzert am kühlen Bergsee geniessen: Wie klingt die Utopie? Das erforscht das Davos Festival: mit einem Soundwalk, einer offenen Bühne – und mit viel Musik, gespielt von jungen, aufstrebenden Nachwuchskünstlerinnen. Jedes Konzert kombiniert Raritäten mit Klassik-Hits und steht unter einem eigenen Motto: etwa «Musik für die einsame Insel» (Bach – oder Debussy?), «Überdosis» (mit Violine, Sopran und Schlagzeug), oder «Freie Sicht aufs Meer». Letzteres meint den Davoser Schwarzsee, den man beim morgendlichen Brunchkonzert mit Live-Musik und Kulinarik bestaunen kann. Jenny Berg

Hinweis

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Das Davos Festival findet vom 3. bis 17. August an diversen Orten in Davos statt.

Filmtipp

Sich im klimatisierten Kino gruseln: Eine FBI-Agentin mit einem schon fast übernatürlichen Spürsinn (Maika Monroe) jagt in «Longlegs» einen Serienmörder (Nicolas Cage), der es durch einen ebenfalls übernatürlichen Trick schafft, auf Distanz zu töten. Mit einem Pitch, der nicht von ungefähr an «Twin Peaks» erinnert, gelingt Oz Perkins ein ausgesprochen atmosphärischer Gruselfilm, dessen hauptsächliche Überraschung nicht aus einem abstrusen Twist besteht, sondern darin, dass er ein aufwühlendes Familiendrama in sich birgt. Nicht einfach nur der Horror-Hype des Moments, sondern ein aufrichtig bewegender Film. Georges Wyrsch

Hinweis

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Der Film «Longlegs» läuft aktuell in den deutschschweizer Kinos.

Bühnentipp

Einem bewegenden Theaterstück lauschen: Theatrales Statement gegen den Krieg. Die polnische Theatermacherin Marta Górnicka hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht für eine neue Art des chorischen Theaters. In ihrer aktuellen Produktion «Mothers. A Song for Wartime» stehen 21 ukrainische, belarussische und polnische Frauen und Mädchen auf der Bühne und singen und rezitieren gegen die Auswirkungen des Krieges an. Ein zutiefst berührender Abend, der in diesem Sommer schon auf vielen europäischen Festivals mit Standing Ovations bedacht wurde. Next stop: Zürcher Theaterspektakel. Dagmar Walser

Hinweis

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Das Stück «Mothers» von Marta Górnicka ist am Donnerstag, 15. August und Freitag, 16. August (jeweils um 20 Uhr) am Theaterspektakel in Zürich zu sehen. Die Vorstellung dauert eine Stunde. Sprachen: Ukrainisch, Polnisch, Belarusisch; Übertitelung: Deutsch und Englisch.

Literaturtipp

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«Reichskanzlerplatz» von Nora Bossong: Wer war Magda Goebbels?
aus Literaturclub: Zwei mit Buch vom 09.08.2024. Bild: IMAGO / Funke Foto Services
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Ein Buch im Schatten lesen: Wie wurde aus der jungen, offenen, an Kunst und Fremdsprachen interessierten Magda Quandt die flammende Nationalsozialistin und «Übermutter des Dritten Reichs» Magda Goebbels? Diesen Weg zeichnet Nora Bossong in ihrem neuen Roman mit dem Titel «Reichskanzlerplatz» nach, anhand eines kaum bekannten Weggefährten. Dabei bietet sie ungeschönte Einblicke in die Abgründe der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie – immer vor dem Hintergrund der Frage, wo die spätere Magda Goebbels in ihrem Leben anders hätte abbiegen können. Ein unbequemes, aber höchst beeindruckendes Buch. Simon Leuthold

Hinweis

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Nora Bossong: «Reichskanzlerplatz». Suhrkamp, 2024.

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Radio SRF 3, Sounds!, 7.8.2024, 13:45 Uhr. ; 

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