«Zuerst einmal ist das eine ganz neue Rhetorik, wenn man von Terroristen redet», sagt Christof Franzen in der «Tagesschau». Diese könne man innerhalb des Landes, aber auch aussenpolitisch in ein schlechtes Licht rücken. «Zudem rechtfertigt das ein viel härteres Vorgehen seitens der Regierung.»
So könne die Regierung behaupten, die Terroristen würden einen Staatsstreich planen. «Und dafür kann im Extremfall ein Mensch liquidiert werden, so steht es im ukrainischen Gesetz», betont Franzen weiter.
Weiter beschreibt Franzen die Lage in Kiew als sehr angespannt. Die Redner auf dem Maidan-Platz peitschten den Demonstranten ein, auch die kommende Nacht durchzuhalten und den Maidan mit allen Mitteln zu verteidigen.
Auf der anderen Seite seien die Polizisten. In deren Reihen habe es Todesopfer gegeben. Da könnten Rachegedanken eine Rolle spielen. «Die Polizisten scheinen einsatzbereit zu sein und warten nur noch auf den Befehl von oben», so Franzen weiter.
Die Proteste vor zwei Jahren
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Bild 1 von 13. Mit Katapulten gegen die Staatsmacht. Der Kampf zwischen Opposition und Regierung erfolgt mit ungleichen Waffen. Bildquelle: Keystone.
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Bild 2 von 13. Die Kopfstein-Pflästerung auf dem Unabhängigkeitsplatz wird mit Brecheisen herausgebrochen. Die Steine dienen als Wurfgeschosse. Bildquelle: AFP TV.
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Bild 3 von 13. Beim Aufstand präparieren ukrainische Frauen Molotow-Cocktails. Bildquelle: Reuters.
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Bild 4 von 13. Die «Cocktails», die von den Ukrainerinnen in Flaschen gefüllt werden, sind hoch explosiv und gegen Sicherheitsbeamte gerichtet. Bildquelle: AFP TV.
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Bild 5 von 13. In der St.-Michaels-Kathedrale erhalten verletzte Demonstranten improvisiert medizinische Versorgung. Bildquelle: Reuters.
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Bild 6 von 13. Die Reihen der Spezialkräfte sind dicht geschlossen. Auch nach der Waffenruhe werden sie weiter vorrücken. Bildquelle: Keystone.
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Bild 7 von 13. Sicherheitskräfte des Innenministeriums formieren sich beim Unabhängigkeitsplatz. Bildquelle: Reuters.
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Bild 8 von 13. Göttlichen Beistand fleht diese Demonstrantin in Kiew an. Wirklich helfen kann der Opposition aber nur der Westen. Bildquelle: Keystone.
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Bild 9 von 13. Sicherheitskräfte kontrollieren rund die Hälfte des Unabhängigkeitsplatzes und einige Stockwerke des Gewerkschaftsgebäudes (linker Bildrand). Bildquelle: Reuters.
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Bild 10 von 13. Regierungsgegner formieren sich wie die Sicherheitskräfte mit selbst gemachten Schutzschilden. Bildquelle: Reuters.
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Bild 11 von 13. Das Satellitenbild vom Dienstag (18.2.14) zeigt die schwarze Rauchwolke von brennenden Autoreifen im Stadtzentrum von Kiew. Bildquelle: Skybox Imaging, Keystone.
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Bild 12 von 13. Zwischen brennenden Barrikaden stossen Regierungsgegner und Sicherheitskräfte aufeinander. Bildquelle: Reuters.
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Bild 13 von 13. Die blutigen Strassenkämpfe in der Nacht auf Mittwoch (19.2.14) forderten bis zum Morgen 25 Tote, Hunderte wurden verletzt, eine Ärztin spricht von mehr als 1000. Bildquelle: Reuters.