- Drei Jahre nach dem Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden ist ein grosser Teil der Beute gefunden worden.
- Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft mitteilen, seien 31 Einzelteile in der Nacht auf Samstag in Berlin sichergestellt worden.
- Vor gut drei Jahren hatten Einbrecher in der sächsischen Schatzkammer im Dresdner Residenzschloss zahlreiche Schmuckstücke mit einem geschätzten Wert von über 110 Millionen Euro gestohlen.
Die gesicherten Stücke seien in Begleitung von Spezialkräften der Polizei nach Dresden gebracht worden. In der sächsischen Landeshauptstadt sollen sie zunächst kriminaltechnisch untersucht werden. Anschliessend sollen Fachleute der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sie auf Echtheit und Vollständigkeit prüfen.
Wie die Ermittler weiter mitteilten, gingen dem Fund der wertvollen Stücke Sondierungsgespräche mit den Anwälten der mutmasslichen Einbrecher voraus. Seit Anfang des Jahres läuft in Dresden ein Prozess gegen sechs Tatverdächtige wegen schweren Bandendiebstahls, Brandstiftung und besonders schwerer Brandstiftung. Die Ermittler fügten hinzu, dass sie vor der für Dienstag anberaumten nächsten Verhandlungssitzung keine weiteren Auskünfte geben können.
Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch bedankte sich bei den Ermittlern für ihre Arbeit. «Ich freue mich sehr, dass es den Ermittlungsbehörden offenbar gelungen ist, einen erheblichen Teil der beim Einbruch ins Historische Grüne Gewölbe geraubten Schätze sicherzustellen», schrieb sie auf Twitter. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach von erstklassiger Arbeit der Polizei und Justiz.
Am 25. November 2019 war in das Dresdner Residenzschloss eingebrochen worden. Die Täter schlugen mit einer Axt Löcher in eine Vitrine und rissen die Juwelen heraus. Ihr Versicherungswert liegt bei über 113 Millionen Euro.
So verlief der Einbruch in Dresdens Schatzkammer
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Bild 1 von 5. Die Tatort-Gruppe des LKA war im Einsatz und untersuchte den Raub. Bildquelle: Keystone.
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Bild 2 von 5. Äusserlich wirkte die Schatzkammer unversehrt, die Fenster waren durch historische gusseiserne Gitter geschützt. Bildquelle: Keystone.
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Bild 3 von 5. Der Regierungschef in Sachsen, Michael Kretschmer, war bestürzt über den Vorfall. Bildquelle: Keystone.
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Bild 4 von 5. Die Polizei hatte einen Teil der Schatzkammer abgesperrt. Bildquelle: Keystone.
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Bild 5 von 5. Für Besucher blieb das Grüne Gewölbe im Residenzschloss mehrere Monate geschlossen. Bildquelle: Keystone.