- US-Präsident Trump entlässt Aussenminister Rex Tillerson.
- Sein Nachfolger soll CIA-Chef Mike Pompeo werden, wie der US-Präsident auf Twitter ankündigte.
- An die Spitze des Auslandsgeheimdienstes CIA berief Trump Pompeos Stellvertreterin Gina Haspel.
- Sie wird die erste Frau an der Spitze der Behörde. Beide Posten müssen vom Senat noch bestätigt werden.
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Bild 1 von 11. Rex Tillerson. Trump verkündet am 13. März 2018 auf Twitter, dass der Aussenminister seinen Posten räumt. Spekulationen gab es schon länger. Bildquelle: Keystone.
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Bild 2 von 11. Gary Cohn. Trumps Wirtschaftsberater kündigt am 6. März 2018 seinen Rückzug an. Er war gegen die von Trump angedrohten Strafzölle. Bildquelle: Keystone.
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Bild 3 von 11. Hope Hicks. Die Kommunikationschefin und enge Trump-Vertraute teilt am 28. Februar 2018 mit, sie werde das Weisse Haus in den nächsten Wochen verlassen. Bildquelle: Keystone.
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Bild 4 von 11. Janet Yellen. Sie muss ihren Posten als Chefin der US-Notenbank abgeben, das hat Trump am 2. November 2017 entschieden. Es ist das erste Mal in fast 40 Jahren, dass ein neuer Präsident das Mandat des amtierenden Fed-Chefs nicht verlängert. Yellen tritt Ende Januar 2018 ab. Bildquelle: Keystone/Archiv.
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Bild 5 von 11. Tom Price. Der Gesundheitsminister machte Dienstreisen im Privatjet auf Kosten der Steuerzahler. Die Gesamtkosten der Flüge sollen sich auf 400'000 US Dollar belaufen haben. Der «Obamacare»-Gegner trat am 30. September 2017 zurück, nachdem ihn auch Trump öffentlich kritisiert hatte. «Ich bin enttäuscht von ihm», so Trump. Bildquelle: Keystone/Archiv.
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Bild 6 von 11. Steve Bannon. Einst war er Chefstratege Trumps und Herausgeber des ultrarechten Nachrichtenportals «Breitbart». Im August 2017 verlor er seinen Posten im Weissen Haus. Dann äusserte sich Bannon laut dem Buch «Fire and Fury» abfällig über Trump und dessen Familie. Trump: «Als er gefeuert wurde, hat er nicht nur seinen Job verloren, sondern auch seinen Verstand.» . Bildquelle: Keystone/Archiv.
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Bild 7 von 11. Anthony Scaramucci. Mit nur zehn Tagen im Amt als Kommunikationsdirektor hält er den Negativrekord im Weissen Haus. Der ehemalige Hedge-Fonds-Manager, genannt «The Mooch», sorgte im Juli für einen Skandal mit vulgären Äusserungen über Mitglieder aus Trumps Stab. Den später entlassenen Stabschef Preibus bezeichnete er als «verdammten paranoiden Schizophrenen». Bildquelle: Keystone/Archiv.
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Bild 8 von 11. Reince Preibus. Stabschef des Weissen Hauses vom 20. Januar bis 28. Juli 2017. Der damalige Kommunikationschef des Weissen Hauses, Anthony Scaramucci, hatte Priebus zuvor vorgeworfen, er habe geheime Informationen an Journalisten weitergegeben und ihn unflätig beschimpft. Bildquelle: Keystone/Archiv.
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Bild 9 von 11. Sean Spicer. Als Sprecher des Weissen Hauses musste er den Journalisten «alternative Fakten» wie jene der Besucherzahl an Trumps Vereidigung erklären. Dann sollte ihm Anthony Scaramucci als Kommunikationsdirektor vor die Nase gesetzt werden. Spicer ging im Streit. Trump sprach von «Defiziten in der Öffentlichkeitsarbeit». Bildquelle: Keystone/Archiv.
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Bild 10 von 11. James Comey . Als FBI-Chef untersuchte er die Frage, ob Mitglieder von Trumps Wahlkampfteam mit russischen Agenten zusammengearbeitet haben, um den Wahlkampf zulasten von Hillary Clinton zu beeinflussen. Am 9. Mai 2017 wurde er von Trump entlassen. Trump begründete: «Er hat einfach keinen guten Job gemacht». Bildquelle: Keystone/Archiv.
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Bild 11 von 11. Michael Flynn. Er war Nationaler Sicherheitsberater von 22. Januar bis 13. Februar 2017. Nach heftiger Kritik wegen seiner Russland-Kontakte gab er seinen Rücktritt bekannt, offenbar auf Druck von Trump. Im Dezember gab er überraschend bekannt, Falschaussagen gemacht zu haben und mit den Ermittlungsbehörden in der Russland-Affäre zu kooperieren. Bildquelle: Keystone/Archiv.
Pompeo werde einen «fantastischen Job» machen, teilte Trump auf Twitter weiter mit. Zugleich dankte er dem 65-jährigen Tillerson für dessen Arbeit. In der Vergangenheit war es wiederholt zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden gekommen.
Schon des Öfteren wurde über Tillersons Ablösung spekuliert. Unklar bleibt zunächst, ob Trump ihn zum Rücktritt gedrängt hat, oder ob Tillerson auf eigenen Wunsch geht.
Abweichende Positionen vertreten
Tillerson hatte immer wieder Positionen vertreten, die sich von denen Trumps unterschieden, etwa was den Konflikt mit Nordkorea angeht. Aber auch beim Atomabkommen mit dem Iran.
Am Montag schloss er sich der Schlussfolgerung der britischen Regierung an, wonach Russland für den Giftanschlag auf einen russischen Ex-Doppelagenten in England verantwortlich ist. Kurz zuvor hatte das Weisse Haus es noch abgelehnt, sich dieser Lesart anzuschliessen.
Unterschiedliche Ansichten führen zu Trennung
Trump hat unterschiedliche politische Ansichten mit Tillerson als Grund für dessen Abgang eingeräumt. Er habe eine andere Denkweise als Tillerson gehabt, sagte Trump vor Journalisten.
Als Reaktion auf die Entlassung stieg der Goldpreis, was auf verunsicherte Anleger hindeutet. Der Dollar verlor gegenüber dem Euro weiter an Wert.
Tillersons Entlassung ist einer von zahlreichen Personalwechseln in den vergangenen Monaten. Erst in der letzten Woche hatte Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn angekündigt, er werde das Weisse Haus verlassen.