- Bei einer Messerattacke in der französischen Stadt Mulhouse ist eine Person ums Leben gekommen.
- Sieben weitere Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden, einer von ihnen schwer, teilten die Behörden mit.
- Der mutmassliche Täter wurde festgenommen. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.
- Drei weitere Menschen sind nach dem tödlichen Angriff im elsässischen Mulhouse in Polizeigewahrsam gekommen.
Bein mutmasslich terroristischen Angriff im elsässischen Mulhouse sprechen die Ermittler neben einem Todesopfer mittlerweile von sieben Verletzten. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft teilte mit, bei der Attacke am Vortag seien fünf Polizisten und zwei städtische Angestellte der Parkraumüberwachung verletzt worden. Einer der Angestellten sei schwer verletzt worden. In Lebensgefahr schwebe die Person aber nicht.
Zunächst war nur von drei Verletzten die Rede gewesen. Ein 69-jähriger Passant aus Portugal wurde getötet.
Mit Messer und Schraubenzieher bewaffnet
Innenminister Bruno Retailleau zufolge war der mutmassliche Täter mit einem Messer und einem Schraubenzieher bewaffnet. Laut Ermittlern rief der mutmassliche Täter bei seinem Angriff «Allahu Akbar» (etwa «Gott ist am grössten» auf Arabisch).
Die Ermittler stellten inzwischen klar, dass der Mann zunächst die Stadtmitarbeiter angriff. Auf dem Marktplatz habe er dann den Passanten attackiert, bevor er floh und Polizeibeamte angriff, die ihn letztlich überwältigten.
Ob der getötete Passant, ein 69-jähriger Mann aus Portugal, wie von den Ermittlern dargestellt eingeschritten sei oder sich zufällig in der Bahn des Angreifers befunden habe, sei noch unklar, sagte Retailleau in der ostfranzösischen Stadt.
Ermittlungen wegen Tötung mit Terrorbezug
Der mutmassliche Täter wurde festgenommen. Es handelt sich laut Innenministerium um einen 37-jährigen Algerier. Der ausreisepflichtige Mann soll demnach wegen Terrorverherrlichung verurteilt worden sein und psychische Probleme haben.
Auch drei weitere Menschen kamen nun in Polizeigewahrsam. Zwei von ihnen sind den Ermittlern zufolge aus dem familiären Umfeld des mutmasslichen Täters. Bei der dritten Person soll der Mann untergekommen sein.
Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Tötung und versuchter Tötung mit Terrorbezug, wie die Behörden bekanntgaben.
Macron spricht von islamistischem Terrorakt
Staatschef Macron sagte in einem Videostatement: «Es gibt angesichts der Äusserung des Terroristen also keinen Zweifel an einer islamistischen Terrortat.» Der Familie des Opfers spreche er sein Beileid aus.
Zugleich sagte Macron, er und die Regierung seien entschlossen, weiterhin darauf hinzuarbeiten, den Terrorismus in Frankreich auszuradieren. Bürgermeisterin Michèle Lutz schrieb auf Facebook: «Der Horror hat unsere Stadt ergriffen.» Den Opfern und ihren Angehörigen sprach sie ihr Mitgefühl aus.