- Die Zukunft des Museums Langmatt in Baden ist gesichert. Der Einwohnerrat Baden hat einer neuen Strategie zugestimmt.
- Die Stadt Baden als Eigentümerin des sanierungsbedürftigen Hauses kann rund 450'000 Franken für bauliche Massnahmen ausgeben.
- Die Strategie regelt unter anderem, dass die Stiftung als Betreiberin der Villa Langmatt Bilder aus der Sammlung verkauft. Mit dem Ertrag soll der Weiterbetrieb gesichert werden.
- Das Museum ist sanierungsbedürftig. Wie viel der Umbau kostet, ist noch nicht klar.
Die Kunstsammlung der Villa Langmatt umfasst Werke von weltbekannten Künstlern, unter anderem von Claude Monet, Auguste Renoir oder Paul Gaugin. Bis zu drei Bilder sollen nun verkauft werden. «Es schmerzt uns selber sehr, dass wir Bilder verkaufen müssen, aber es ist die Ultima Ratio, es ist die einzige Möglichkeit um das Museum zu retten», sagt Stiftungsratspräsident Lukas Breunig. Durch den Verkauf sollen 30 bis 40 Millionen Franken erzieht werden - Geld, das anschliessend für die langfristige Sicherung des Betriebes zur Verfügung steht. Und es dürfen nur Bilder verkauft werden, die nicht zum Kernbestand der Sammlung gehören.
Im Einwohnerrat Baden zeigten am Mittwoch alle Parteien Verständnis für die schwierige Situation der Villa Langmatt. Adrian Gräub (SVP) ist es recht, wenn sich das Museum selber saniert. «Das ist ein Tabubruch», sagt Gräub. Seine Partei habe dies aber schon mehrmals vorgeschlagen.
Dieser Weg sei ein pragmatischer, sagt Susanne Slavicek, von der linken Bewegung Team Baden: «So weh es tut - ich denke es ist der Weg, den wir gehen müssen.» Es gebe keine Mäzene im Kanton Aargau, die ihr «Mäzenatentum ausleben» würden, bedauert Slavicek.
Hoffnung, dass Bilder bleiben
Der Einwohnerrat Baden hat dem Verkauf am Mittwoch zugestimmt. Im Einwohnerrat wurde allerdings die Hoffnung geäussert, dass der Käufer oder die Käuferin die Bilder als Leihgabe in der Villa Langmatt hängen lassen würde.