Der Sturm brachte den Schnee
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Bild 1 von 20. Passwang (SO): . Nach einer stürmischen Nacht und Schnee am Morgen gehts ab in den Stall. Bildquelle: SRF Augenzeuge/ Franz Schweizer.
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Bild 2 von 20. Passwang (SO):. Nur noch ein paar Meter. Bildquelle: SRF Augenzeuge/ Franz Schweizer.
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Bild 3 von 20. Napf (BE): . Ob dieses Pferd wohl Freude hat an der weissen Landschaft? Nach dem ersten Wintereinbruch scharrt es auf alle Fälle sein Futter aus dem Schnee. Bildquelle: SRF Augenzeuge/ Peter Helfenstein.
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Bild 4 von 20. Brigels (GR):. Winterliche Stimmung im Bündnerland. Bildquelle: SRF Augenzeuge/ Gérard Carigiet.
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Bild 5 von 20. Wildhaus (SG): . Kaum ist der Schnee da, müssen Autofahrer 10 Minuten früher aufstehen. Bildquelle: SRF.
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Bild 6 von 20. Wildhaus (SG): . Note 6 für die Gemeinde Wildhaus: Der Schnee auf der Strasse wurde bereits entfernt. Bildquelle: SRF.
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Bild 7 von 20. Neuenburg:. Der Wind war stärker als diese Tankstelle. Bildquelle: SRF.
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Bild 8 von 20. Buckten (BL): . Ein Bild, das in der letzten Nacht viele sahen: Der Wind nahm alles mit, was nicht niet- und nagelfest war. Bildquelle: SRF Augenzeuge/ Michel Kauer.
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Bild 9 von 20. Amden (SG): . Mit über 100 Kilometern pro Stunde zerfetzte der Wind auch diese Schweizer Fahne. Bildquelle: Keystone.
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Bild 10 von 20. Das verregnete, von einem Blitz violett gefärbte Willisau (LU). Bildquelle: SRF Augenzeuge/ Stefan Tolusso.
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Bild 11 von 20. Laufen (BL):. Eine Sturmböe konnte in Laufen (BL) einen Baum entwurzeln. Er stürzte auf das daneben stehende Einfamilienhaus und beschädigte das Dach. Bildquelle: SRF.
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Bild 12 von 20. Laufen (BL):. Der mächtige Baum durchbohrte mit seinem Ast das Dach des Einfamilienhauses. Bildquelle: SRF.
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Bild 13 von 20. Laufen (BL):. Die Feuerwehr steht mit Kranfahrzeugen im Einsatz, vor allem um umgestürzte Bäume wegräumen zu können. Bildquelle: SRF.
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Bild 14 von 20. Um 20:40 war die gesamte Alpennordseite von durchziehenden Regenwolken und den Sturmböen betroffen. Bildquelle: SRF Meteo Wetterradar.
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Bild 15 von 20. Lörrach/D:. Die Wetterfront näherte sich gegen 14 Uhr von den Vogesen über den Jura nach Westen. Fotografiert vom Tüllinger Hügel bei Lörrach/D Richtung Südwest. Bildquelle: SRF Augenzeuge Heinz Müller.
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Bild 16 von 20. Laufen (BL):. Gegen 17:30 Uhr zogen Wolken von Frankreich her über das Baselbiet. Bildquelle: SRF Augenzeuge Urs Langhinrichs.
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Bild 17 von 20. Gampelen (BE) :. Spezielle Wolkenstimmung um 17:30 Uhr über dem Neuenburgersee bei starkem Wind, fotografiert von Gampelen (BE) im Berner Seeland aus. Bildquelle: SRF Augenzeuge Verena Szopek.
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Bild 18 von 20. Büren an der Aare (BE). Eindrückliche Wetterlage schon am frühen Nachmittag (13:20 Uhr) in Meienried. Bildquelle: SRF Augenzeuge Silvia Stähli.
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Bild 19 von 20. Tödi (GL):. Ausblick von der Fronalp (Mollis, GL) Richtung Tödi, wo sich der Wetterumschlag ankündet. Bildquelle: SRF Augenzeuge Renate Neff.
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Bild 20 von 20. Benken (ZH):. Innerhalb einer halben Stunde hat sich der Himmel verdunkelt. Bildquelle: SRF Augenzeuge Yvonne S.
Mit Spitzengeschwindigkeiten zogen in der Nacht Windböen über die Schweiz. Auf dem 1600 Meter hohen Chasseral im Kanton Bern wurde ein Wert von 178 Kilometer pro Stunde gemessen, wie SRF Meteo mitteilte.
Im Flachland waren vor allem die Regionen am Jurasüdfuss und die nördlichen Alpentäler von den Ausläufern der Hurrikans «Gonzalo» betroffen. Spitzenwerte wurden mit Windböen von 126 Kilometern pro Stunde im Urner Reusstal und in Grenchen (SO) mit 125 Kilometern pro Stunde gemessen. Vom Genfersee bis in den Aargau lagen die Spitzenböen bei 95 bis 115 Kilometern pro Stunde.
Verletzte nach Kollisionen mit Bäumen
Die starken Winde verursachten in weiten Teilen der Schweiz Sachschäden. Bäume stürzten um, Bauabschrankungen flogen weg, Verkehrstafeln wurden umgeweht und so manches Hausdach abgedeckt.
In der Romandie wurde die Autobahn zwischen Yverdon-West und Neuenburg vorübergehend gesperrt, weil gleich mehrere Gegenstände auf der Fahrbahn lagen. In Embrach (ZH) und Affoltern am Albis (ZH) forderten die Sturmwinde zwei Leichtverletzte: An beiden Orten kollidierten Autofahrer mit Bäumen, die auf die Strasse gestürzt waren, wie die Kantonspolizei mitteilte.
Polizei und Feuerwehr standen vielerorts im Dauereinsatz. Besonders viel zu tun hatten die Einsatzkräfte im Kanton Bern. Bei der Berner Kantonspolizei gingen am Dienstagabend rund 160 Meldungen ein. Im Kanton Zürich waren bis zum späten Dienstagabend rund 130 Feuerwehreinsätze nötig, im Lauf der Nacht auf Mittwoch gingen weitere knapp 100 Meldungen bei der Kantonspolizei ein. Im Kanton Solothurn erhielt die Polizei 70 Meldungen, im Kanton Aargau zählten die Einsatzkräfte 40 Anrufe. Viel zu tun hatten auch die Basler Kollegen. Zwischen 19 und 24 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr 50 Mal gerufen. Im Kanton St. Gallen gingen 60 Anrufe wegen Sturmschäden ein, die Luzerner Polizei vermeldet 48 Anrufe.
Im Schienenverkehr kam es in den Kantonen Jura, Bern, Solothurn, Basel, St.Gallen, Appenzell Innerrhoden und Graubünden zu diversen Unterbrüchen auf Regionalstrecken.
Vorsicht im Wald
Auch wenn sich der Sturm gelegt hat, sind Jogging oder Spaziergänge im Wald oder in Parks noch immer gefährlich. Der Grund sind schräg stehende Bäume oder geknickte Äste, die noch in den Bäumen hängen. Laut Stefan Baeriswyl von der Beratungsstelle für Unfallverhütung stünden solche Baumstämme oder Äste teilweise unter Spannung, ähnlich wie ein Pfeilbogen. Wenn sich nun diese Spannung plötzlich löst könnten Äste oder Bäume Spaziergänger oder Jogger treffen. Deshalb sei es wichtig, Strassensperren oder Wegsperren unbedingt zu respektieren.
Wer im Garten, im Obstgarten oder in einem eigenen Waldstück sturmgeschädigte Bäume hat, soll die Aufräumarbeit unbedingt Fachleuten überlassen. In der Schweiz gibt es rund 250‘000 sogenannte Gelegenheitsholzer. Diese erleiden die schwersten Holzerunfälle, ihnen legt die BfU die Sicherheit besonders ans Herz.
12 Zentimeter Schnee in Arosa
Nun hat sich die Lage weitgehend wieder beruhigt. Mit stürmischem Wetter ist auf der Alpennordseite nicht mehr zu rechnen. «Einzig auf der Alpensüdseite können die Windgeschwindigkeiten in den Tälern noch bis zu 100 Kilometer pro Stunde erreichen, auf den Bergen gar mehr», so Thomas Kleiber von SRF Meteo.
Mit der Kaltfront der vergangenen Nacht sind die Temperaturen massiv zurückgegangen. In Arosa (GR) wurden am Mittwochmorgen 12 Zentimeter Schnee gemessen, in Andermatt (UR) 12 Zentimeter. Im Kanton Uri waren am Mittwochmorgen alle Alpenpässe in die umliegenden Kantone wegen Schnees gesperrt.
Erst am Donnerstag lassen die Schneefälle allmählich nach. Ab Freitag kommen sogar Sonnenhungrige wieder auf ihre Kosten, allerdings nur in den Bergen. Dort herrscht schönes und sonniges Herbstwetter.