In der siebenköpfigen Standeskommission, der Regierung des Kantons Appenzell Innerrhoden, ist weiterhin eine Frau vertreten. Monika Rüegg Bless (CVP) wurde an der ausserordentlichen Urnenabstimmung zur Nachfolgerin von Antonia Fässler (CVP) gewählt. Diese trat nach zehn Jahren als Regierungsrätin zurück.
Monika Rüegg Bless erhielt 2759 Stimmen und schaffte damit das erforderliche absolute Mehr. Sie war die einzige offizielle Kandidatin und wurde von der Arbeitnehmervereinigung Appenzell portiert. Anders als in anderen Kantonen sind im Kanton Appenzell Innerrhoden die Verbände wichtiger als die Parteien.
Im Vorfeld hatte die 49-Jährige angekündigt, sich bei einer Wahl voll und ganz auf das Regierungsamt zu konzentrieren und daneben keiner anderen beruflichen Tätigkeit mehr nachzugehen. In Innerrhoden mit seinen rund 16'000 Einwohnenden ist ein Regierungsratsmandat nach wie vor ein Nebenamt, obwohl die Anforderungen auch in den letzten Jahren gestiegen sind.
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Bild 1 von 4. Ein ungewohntes Bild: In Innerrhoden wird über die wichtigsten kantonalen Geschäfte abgestimmt, auf dem Landsgemeindeplatz in Appenzell stehen aber nicht Ring und Stuhl wie an der Landsgemeinde, sondern lediglich parkierte Autos. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 4. Anstehen an der Urne vor der Kanzlei in Appenzell. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 4. Ein Jodelchor sorgt zumindest für ein bisschen Landsgemeinde-Atmosphäre. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 4. Monika Rüegg Bless (links) und ihre Vorgängerin Antonia Fässler. Bildquelle: SRF.
Premiere in vielerlei Hinsicht
Monika Rüegg Bless ist die erste Innerrhoder Regierungsrätin, die an der Urne gewählt wurde. Normalerweise werden die Mitglieder der Standeskommission an der Landsgemeinde gewählt. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Landsgemeinde aber das erste Mal überhaupt abgesagt und stattdessen die ausserordentliche Urnenabstimmung angesetzt.