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Deutscher Gesundheitsminister will Ärzte zurück
Aus Nachrichten vom 13.01.2019.
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Abwanderung in die Schweiz Deutscher Gesundheitsminister möchte Ärzte zurückholen

  • Der deutsche Gesundheitsminister möchte deutsche Ärzte, die in die Schweiz abgewandert sind, wieder in die Heimat locken.
  • Dafür schweben Jens Spahn unter anderem neue Regeln für die Abwerbung von Fachkräften im europäischen Raum vor.

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn bedauert die Abwanderung von Ärzten und Pflegern aus seinem Land in die Schweiz. «Ich hätte sie gerne zurück», sagt er gegenüber dem «SonntagsBlick».

Denn letztlich würden die von Schweizer Spitälern und Heimen abgeworbenen Fachleute in seinem Land fehlen, erklärt der 38-jährige CDU-Minister weiter. «Bei uns», fährt Spahn fort, «arbeiten dann polnische Ärzte, die wiederum in Polen fehlen. Das kann so nicht richtig sein.»

Neue Regeln für Abwerbung von Fachleuten

Vor diesem, in seinen Augen misslichen Hintergrund, regt Spahn eine Neuregelung der Abwerbung von Fachleuten aus bestimmten Berufen an.

Man sollte darüber nachdenken, ob man die Abwerbung von Fachleuten aus bestimmten Berufsgruppen innerhalb der EU nicht neu regeln müsse. Die Freizügigkeit in Europa solle dabei nicht grundsätzlich infrage gestellt werden.

Entsprechende Abkommen gebe es bereits in der Weltgesundheitsorganisation WHO. Das könne, nach Auffassung des Minister ein «Vorbild sein.»

Spahn räumte gleichzeitig ein, dass er das Verhalten der deutschen Ärzte und des Pflegepersonals versteht. Denn die «Schweiz ist ein schönes Land.»

Deutsche Mediziner bevorzugen Schweizer Arbeitsstätte

Und seit Jahren ist die Alpenrepublik für deutsche Mediziner das mit Abstand beliebteste Auswandererland. Im Jahr 2017 gingen laut der deutschen Ärztekammer 1965 ursprünglich in Deutschland tätige Ärzte ins Ausland, wobei der Anteil der deutschen Ärzte 59,3 Prozent betrug.

Die beliebtesten Auswanderungsländer waren - wie in den Jahren zuvor - die Schweiz (641), Österreich (268) und die USA (84). Der Schweizer Ärzteverband FMH meldete Anfang 2017, dass 17,7 Prozent der in dem Land arbeitenden Ärzte einen deutschen Pass hätten.

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