Zum Inhalt springen

BAG prüft Entwicklung Hasenpest ist auf dem Vormarsch

Die unbekannte und unangenehme Krankheit wird durch Zecken übertragen – und kann für den Menschen tödlich enden.

Im letzten Jahr waren in der Schweiz viermal so viele Menschen wie üblich von der Hasenpest betroffen. Dies zeigen die Zahlen des Bundesamts für Gesundheit BAG: Insgesamt gab es 130 Erkrankte.

Zecke ist der Übeltäter

Die meisten der 130 Erkrankten, sagt Daniel Koch vom BAG, seien durch einen Zeckenstich angesteckt worden. Der starke Anstieg der Fälle habe damit zu tun, dass sich die Krankheit in der Wirtepopulation – sprich bei den Tieren – offenbar stark ausgebreitet habe. «Deshalb kommt auch der Mensch häufiger damit in Kontakt», so Koch, «Genaueres wissen wir dazu aber nicht.»

Behandelbar, aber gefährlich

Bleibt die Hasenpest unbemerkt, kann sie zum Tod führen. Allerdings lässt sich die Krankheit gut behandeln: Mit Antibiotika sollten die typischen Symptome wie Fieber, Schmerzen und Hautveränderungen wieder abklingen.

Genaueres über die Hasenpest – Tularämie im Fachjargon – wissen die Behörden nicht. Um dem entgegenzuwirken, werden sie alle Fälle von Hasenpest registrieren und wollen noch in diesem Jahr entscheiden, ob sie etwas gegen die Krankheit unternehmen müssen. Auch die Ärzteschaft werde über die unbekannte Krankheit informiert, so Koch. Bis dahin gelte: Es gibt jetzt noch mehr gute Gründe, sich vor Zeckenstichen zu schützen.

Feldhase im Gras, nur die Ohren sind zu sehen.
Legende: Nagetiere sterben an der Hasenpest. Zecken können den Erreger auf den Menschen übertragen. Keystone

Meistgelesene Artikel