Die Berner Polizei hat den Protest der Fahrenden auf der Kleinen Allmend aufgelöst. Die Fahrenden seien nach einer Ausweiskontrolle abgeführt worden, berichtete Matthias Haymoz vom Regionaljournal Bern Freiburg Wallis. «Einer nach dem anderen musste den Platz verlassen.» Einige der Fahrenden hätten das Gelände auch freiwillig verlassen – im Einvernehmen mit der Polizei. Nach seinen Schilderungen verlief die Räumung ruhig und kontrolliert.
Die Polizei hatte die Fahrenden bereits am frühen Donnerstagmorgen aufgefordert, den Platz zu verlassen. «Wir machten den Fahrenden das Angebot, ihre Fahrzeuge vom Platz zu fahren, damit sie ihre Symbolik haben», sagte Marc Heeb, der Chef der Berner Ortspolizei. Doch darauf seien die Fahrenden nicht eingegangen.
Behörden und Vertreter der Fahrenden versuchten anschliessend, eine Lösung zu finden – konkret ging es um alternative Standorte. Ein Mediator war im Einsatz. Die Verhandlungen blieben jedoch ergebnislos.
Besetzung seit Dienstag
Die Fahrenden besetzen seit Dienstag mit einem Protestcamp einen Teil der Kleinen Allmend im Osten der Stadt Bern. Sie wollen damit auf das Problem der fehlenden Standplätze aufmerksam machen.
Am Mittwochabend waren sie mit etwa 100 Fahrzeugen und Wohnwagen vor Ort und wollten nach eigenen Worten so lange ausharren, bis sich die Bundesbehörden mit ihren Anliegen beschäftigen.
Bislang aber sind die Berner Behörden am Zug. Diese verteidigten die Räumung des Platzes. Die Stadt habe Verständnis für die Anliegen und habe sich in Vergangenheit auch für die Suche nach Standplätzen eingesetzt, sagte Sicherheitsdirektor Reto Nause gegenüber SRF. Man könne den Fahrenden im Moment aber keine Alternative anbieten. Auch sei er der falsche Ansprechpartner für die Probleme. «Das Problem der Standplätze müssen letztlich der Kanton und der Bund lösen», so Nause.
Nause hatte zuvor mit den Vertretern der Fahrenden verhandelt – ohne Einigung. Der Platz auf der Kleinen Allmend werde für die Berner Frühjahrsausstellung BEA gebraucht, verteidigte Nause gegenüber dem Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von SRF die geplante Räumung. Diese wird am Freitag eröffnet. «Eine Gefährdung der BEA kommt nicht infrage», so Nause.
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Bild 1 von 10. Fahrende beobachten das Eintreffen der Polizei auf der durch sie besetzten Kleinen Allmend in Bern. Bildquelle: Keystone.
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Bild 2 von 10. Und dann ist sie da: die Polizei. Bildquelle: Keystone.
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Bild 3 von 10. Grosseinsatz für die Berner Polizeibeamten. Bildquelle: SRF/Matthias Haymoz.
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Bild 4 von 10. Links die Polizei – rechts die Protestierenden und in der Mitte: die Presse. Bildquelle: SRF/Matthias Haymoz.
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Bild 5 von 10. Protestierende Fahrende und Medienleute treffen aufeinander. Bildquelle: SRF.
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Bild 6 von 10. Ein Abschleppwagen fährt herbei. Bildquelle: Keystone.
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Bild 7 von 10. Die Kantonspolizei Bern räumt die Fahrzeuge der Jenischen mit Abschleppwagen. Bildquelle: SRF.
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Bild 8 von 10. Zwei Frauen werden abgeführt. Bildquelle: SRF/Matthias Haymoz.
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Bild 9 von 10. Der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause (rechts im Bild) im Gespräch mit Fahrenden. Bildquelle: Keystone.
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Bild 10 von 10. Die Wohwagen müssen Platz machen – die Berner Allmend wird als Parkplatz für Messe-Besucher der BEA benötigt. Bildquelle: Keystone.